Wolfgang Bernhard, Daimler Zoom

Campus Connectivity: Daimler im Internet der Dinge

Nach den beiden Veranstaltungen Campus Safety und Campus Efficiency ist Campus Connectivity der dritte Baustein unter dem Dach der Veranstaltungsreihe Shaping Future Transportation von Daimler.

In diesem Jahr drehte sich in Düsseldorf alles um die digitale Transformation und die damit einhergehende dritte industrielle Revolution. In seiner Eröffnungsrede wies der US-amerikanische Sozialökonom und Zukunftsforscher Jeremy Rifkin folgerichtig auf das Internet der Dinge hin, welches alle Arten von Geräten miteinander verbindet, große Datenmengen sammelt und sie für die  Industrie sowie die Kommunikations-, Strom- und Transportanbieter verfügbar macht. "Dazu gehören eine Internet-basierte Kommunikation, eine Art Energie-Internet, das den Bedarf steuert, und ein vollautomatisiertes, GPS-gestütztes Transportsystem", sagte Rifkin.

Nur so sei es möglich, die stagnierende Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die unter dem Klimawandel leidende Erde zu retten. Den Daimler-Konzern und insbesondere die Sparte Daimler Trucks sieht er dabei auf einem guten Weg.

Tatsächlich bringen die Stuttgarter ihre Lkw in die Cloud. "Vernetze Trucks haben ein enormes Potenzial, die werden den Transport grundlegend verändern", erklärte Dr. Wolfgang Bernhard, Leiter von Daimler Trucks & Buses. Er geht davon aus, dass sich der weltweite Straßentransport bis ins Jahr 2050 verdreifacht – nicht aber die Straßen, auf denen sie fahren können. "Ein Lkw ist eine Maschine, die eigentlich rund um die Uhr laufen könnte", erläuterte Bernhard. Zudem seien die Fahrzeuge durch Leerfahrten, Wartezeiten und Staus nur unzureichend genutzt. "Sie alle haben dieselbe Ursache: Es fehlen Echtzeitinformationen." Eben hier will Daimler ansetzen und die Datenmine Lkw in die Cloud bringen.

Um die Straßen-Infrastruktur besser nutzen zu können, setzt der schwäbische Autobauer auf das sogenannte Platooning. "Ein Platoon nutzt die Infrastruktur besser, senkt den Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß – und erhöht sogar die Sicherheit", erläuterte Sven Ennerst, Leiter für Entwicklung und Einkauf. So braucht etwa ein Platoon von drei Sattelzügen nur 80 Meter statt der heutigen 150 Meter mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand.

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Daimler

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23. März 2016
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