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Mobilgerät Cat B15: Alles - nur kein Papiertiger

Immer mehr Telematiklösungen laufen auf Smartphones. Ein Handy, das selbst widrige Umstände meistert, ist das Cat B15. Es ist sogar wasserdicht.

Die Logistik ist – und das nicht nur bei Baustellen – ein hartes Arbeitsumfeld. Mit diesem Wissen ist Bullitt Mobile angetreten, bis zu Jahr 2015 die Marktführerschaft im Bereich der robusten Handys zu erlangen. Ein Schritt auf diesem Weg hat das Unternehmen aus Großbritannien mit dem Cat B15 getan. Cat steht dabei für den Baumaschinenhersteller Caterpillar, dessen Lizenznehmer Bullitt ist.

So unempfindlich wie möglich

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich bereits das äußere Erscheinungsbild des Cat B15 deutlich von dem der marktüblichen Smartphones unterscheidet. Statt auf möglichst dünn und leicht zielt Bullitt auf so unempfindlich wie möglich. Dafür sorgen die verschraubten Alu-Flanken sowie die gummierten Stirnseiten. Daher ist das Smartphone mit knapp 15 Millimetern auch vergleichsweise dick und mit einem Gewicht von 170 Gramm zudem einigermaßen schwer. Die Höhe (125 Millimeter und die Breite (69,5 Millimeter) bleiben im Rahmen.

30 Minunten unter Wasser - kein Problem

Dafür punktet das Cat B15 mit anderen Vorzügen. So überlebt es  gemäß der IP67-Zertifizierung ein Tauchgang in rund einem Meter Tiefe und das bis zu 30 Minuten lang. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass alle Öffnungen ordnungsgemäß durch die Abdeckungen verschlossen sind. Als Herausforderung erweist sich allerdings der Akkudeckel auf der Rückseite des Geräts. Denn nur wenn der Verschluss richtig sitzt und verriegelt ist, dringt auch kein Wasser ins Innere.

Cat B15 übersteht Sturz aus 1,80 Meter Höhe ohne Blessuren

Eben diesen Deckel zu schließen, gestaltet sich schwierig. Beim Testgerät klappte dies lediglich mit einer nachbestellten Ersatzabdeckung. Da das Problem bereits bekannt war, sicherlich kein Einzelfall. Dann allerdings zeigte sich das B15 als wirklich hart im Nehmen. Selbst Stürze aus bis zu 1,80 Meter Höhe nimmt es klaglos hin. Wobei zu bedenken ist, dass die neuralgische Stelle – wie bei jedem Smartphone – auch hier das Display darstellt. Das sogenannte Gorillaglas ist zwar weitgehend bruch- und kratzfest – aber selbstverständlich gibt es Grenzen.

Natürliche Farben und großer Blickwinkel

Das berührungsempfindliche Display hat eine Bilddiagonale von vier Zoll und eine ordentliche Auflösung von 800 auf 480 Pixel. Dabei zeigt der Bildschirm natürliche Farben und besticht durch einen großen Blickwinkel. Wobei der Nutzer auf die Auto-Funktion verzichten sollte. Sonst wird’s arg dunkel. Bei direkter Sonneneinstrahlung dürfte es sogar noch etwas heller sein, als es das Gerät hergibt. Zudem kommt es auf dem Display zu Reflexionen, die das Ablesen erschweren. Dafür kann man es sogar mit nassen Fingern bedienen. Apropos Bedienung: Die Tasten am Gehäuse sind relativ schwergängig – ein Zugeständnis, damit das Smartphone das besagte Wasserbad unbeschadet übersteht.
Auf der Höhe der Zeit erweist sich das Innenleben des Cat B15. Denn dort werkelt ein Ein-Gigaherz-Doppelkernprozessor, der auf einen 512 Megabyte großen Arbeitsspeicher zurückgreift. Darüber hinaus hat Bullitt dem Gerät vier Gigabyte internen Speicher verpasst, der sich mittels Micro-SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitern lässt. An der Rückseite ist eine Fünf-Megapixel-Kamera verbaut, die neben Fotos knipsen auch Filme in HD (720p) aufnehmen kann. Dazu gibt es sogar eine eigene Kamera-Taste seitlich am Gehäuse. Die Ergebnisse sind zwar brauchbar, die Farben und die Kontraste überzeugen jedoch nicht. Das spielt im speditionellen Alltag jedoch keine Rolle. Für das Scannen von Bar- oder QR-Codes sowie für eine Schadensdokumentation reicht die Kamera in jedem Fall aus.

Betriebssystem Android 4.1.2 im Einsatz

Als Betriebssystem kommt Android 4.1.2 (Jelly Bean) zum Einsatz. Das wurde – wie bei allen Herstellern – an manchen Stellen gepasst. Hier haben die Entwickler eine spannende Funktion implementiert. So kann man dort einstellen, dass sich das Cat B15 zu einem bestimmten Zeitpunkt ein- oder ausschaltet. Ansonsten hat es die üblichen Funktionen und Programme an Bord. Dank dem Android-Marktplatz Google Play lässt sich das Smartphone aber problemlos individualisieren. Das gilt natürlich auch in Sachen Navigation oder Telematik. Aufgrund der aktuellen Soft- und Hardware sollten auf dem Smartphone eigentlich alle entsprechenden Apps ohne Ausnahme laufen.
Gerade für den Einsatz im Lkw interessant ist, dass sich das Smartphone weitgehend unempfindlich gegenüber Hitze und Kälte zeigt. So ist das Cat B15 für den Betrieb bei Temperaturen von minus 20 bis plus 55 Grad Celsius zertifiziert. Für den professionellen Einsatz spricht darüber hinaus, dass das Smartphones den Umgang mit gleich zwei SIM-Karten beherrscht. Dabei macht es einem das hierfür angepasste Betriebssystem besonders einfach. So gibt es unter Einstellungen einen Menüpunkt namens SIM-Verwaltung. Dort lässt sich steuern, welche Karte welche Aufgaben übernehmen soll.
Im Test überzeugen auch die Sende- und Empfangsqualität, des Geräts – und zwar sowohl beim Telefonieren als auch beim Einsatz im mobilen Internet. Das Quad-Band-Handy unterstützt alle weltweit üblichen Mobilfunknetz- Frequenzen (850/900/1800/1900 Megaherz). Die Sprachqualität ist dabei gut. Sogar dann, wenn man die Freisprechfunktion nutzt. Wohl auch ein Vorteil der Bauart, die einen größeren Resonanzkörper mit sich bringt.

Drahtlose Datenübertragung via Bluetooth, WLAN und UMTS

Die Datenübertragung erfolgt drahtlos per Bluetooth, WLAN (802.11 b/g/n) sowie UMTS. Für einen langen Atem sorgt der Akku mit einer beachtlichen Leistung von 2.000 Milliampere-Stunden. Laut Hersteller soll dieser für mehr als neun Stunden Gesprächszeit sorgen und bis zu neuneinhalb Tage im Ruhemodus halten. Im Test-Mischbetrieb war erst nach mehr als sieben Stunden Schluss. Das ist weitaus mehr, als die meisten Smartphones vorweisen können. 

Preis liegt bei 329 Euro

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 329 Euro und damit im mittleren Segment. Dafür lässt einen das Cat B15 aber auch in extremeren Situationen nicht im Stich. Es ist damit ein zuverlässiger Beifahrer im Lkw oder auch im Kep-Transporter.
Carsten Nallinger



TECHNISCHE DATEN

Modell:  Cat B15
Betriebssystem:  Android 4.1.2
Hauptprozessor:  Mediatek MT6577/2 x 1 GHz
Grafikprozessor:  Power VR SGX
Display:  4"/LCD/800 x 480 Pixel
Interner Speicher:  4 GB
Externer Speicher:  Micro-SD bis 32 GB
Arbeitsspeicher:  512 MB
Abmessungen:  125 x 69,5 x 15 mm
Gewicht:  170 g
Akku:  2.000 mAh
Funknetze:  GSM 850/900/1800/1900
Datennetze:  GPRS/EDGE/HSDPA/HSUPA    
WLAN:  802.11b/g/n
Bluetooth:  2.1 + EDR
Kamera:  5-MP-Rückkamera mit HD-Video (720p); 0,3-MP-Frontkamera für Videotelefonie
Besonderheiten:  Dual-SIM, IP67-zertifiziert, FM-Radio
Preis:  329 Euro (UVP)

Portraits

Autor

Foto

Carsten Nallinger

Datum

10. September 2013
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Kommentare
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Fred Dremel, Experte für Sozialvorschriften für das Fahrpersonal im Strassenverkehr, Arbeitszeitrecht , Kontrollgeräte Fred Dremel Sozialvorschriften
Von 1980 bis 2013 Betriebsprüfer Arbeitsschutz in Aachen auf dem Gebiet Sozialvorschriften für… Profil anzeigen Frage stellen
Prof. Dr.-Ing. Heinz-Leo Dudek, Experte für Telematik Heinz-Leo Dudek Telematik
Prof. Dr. Dudek ist Studiengangsleiter für das Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Ravensburg… Profil anzeigen Frage stellen
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