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Auf Achse: Team Kotterer

Truck Off Road Team Kotterer: Roll-Out des neuen Rallye-Trucks

Am Wochenende verließ das neue Rallye-Tier der Kotterers die Werkstatthallen und zeigte zum ersten Mal in freier Wildbahn, was in ihm steckt. Der Name Kotterer sollte vor allem den Trial Fans ein Begriff sein. Seit 1998 war der knallgrüne SK aus der S4 immer wieder für eine gute Sektion und fünf Vizemeistertitel gut. In diesem Jahr steht der Rallyesport für die Österreicher im Vordergrund. Für die nahe Zukunft steht damit die Rallye Dresden-Breslau auf der Agenda. Mittelfristig soll der Bolide als großes Ziel gute Platzierungen herausfahren im Afrika Race auf den Spuren der traditionellen Rallye Dakar. Nachdem im Truck Trial vor allem Michael und Dietmar Kotterer zum Einsatz kamen, hat sich das Team für die Rallye ein klein wenig vergrößert. Teamchef und Beifahrer ist nach wie vor Dietmar Kotterer, der sich von Sohn Michael chauffieren lässt. Als erster Navigator reist Alexander Oberlechner mit. Zweiter Navigator wird Mr Truck Sport Klaus-Peter Kessler. Die technischen Daten des 850-PS-Monsters machen definitiv Lust auf mehr! Rein theoretisch bekommen es die Gegner mit einem Mercedes-Axor zu tun. Der sitzt auf einem Spezial-Fahrgestell für extremen Geländeeinsatz. Mit einer Gewichtsverteilung von 55:45 liegt der Truck beinahe optimal. Das Team erreicht das durch eine konsequente Mittelmotoranordnung. Sportwagentypisch ist nicht nur die Motoranordnung. Eines der letzten Aggregate aus der verblichenen Super-Race Truck Klasse werkelt nun im Kotterer Truck! Der Fahrbarkeit im Gelände wegen sank die Leistung bei leicht erweitertem Hubraum auf „mehr als 850 PS“. Das Drehmoment liegt bei „mehr als 3.000 Nm“. Zwar mögen diese Daten wenig erscheinen, im Vergleich mit der letzten Super-Race Ausbaustufe, (mehr als 1.500 PS, mehr als 6.000 Nm) doch tatsächlich ist diese Leistung mehr als ausreichend für einen Geländeprofi mit gerade einmal 7,5 Tonnen. Mit der aktuellen Achsübersetzung rennt der Bolide 150 Kilometer pro Stunde, egal wo. 45 cm Bodenfreiheit und 150cm Watfähigkeit sorgen dafür, dass der grüne Renner überall durchkommt. Geradezu unterfordert war der Truck also mit dem Gelände beim Roll-Out. Gastgeber war das Gelände des ÖAMTC Driving Camp. Nachdem klar war, dass das Auto von technischer Seite putzmunter ist und nur auf Einsatz wartet, bekam die Elektronik noch das letzte Feintuning. Hauptaugenmerk lag also auf dem Steuergerät. Das Wetter machte es dem Team dabei nicht gerade einfach - bitterkalt, windig und Regen wie Bindfäden. Trotzdem hielt es das Team nicht davon ab, die neue Rallye-Kiste anrollen zu lassen. Schließlich wurde noch bis drei Uhr früh fleißig daran geschraubt.

Datum

23. Juni 2009
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