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Auf Achse: Rollender Ruhetag

Die Teilnehmer in den Genuss eines „rollenden Ruhetages“.

Es war die Etappe, vor der sich die meisten Teilnehmer wegen der vielen Unbekannten gefürchtet hatten. Bis auf über 3000 Meter sollte das elfte Teilstück der Rallye Dakar führen - doch anstatt die Leistungsfähigkeit ihrer Motoren im Grenzbereich ausloten zu müssen, kamen die Teilnehmer in den Genuss eines „rollenden Ruhetages“. Die Sonderprüfung wurde ersatzlos gestrichen, lediglich die Liaison über den 4700 Meter hohen San Francisco-Pass nach Fiambala stand an diesem Tag auf dem Programm. Knapp 500 Kilometer entspannt durch eine phantastische Landschaft rollen anstatt den ersten Teil der Marathonetappe bewältigen zu müssen: Diese angenehmere Variante war einmal mehr den gewaltigen Dünen geschuldet. Wie schon im schwarzen Sand von Argentinien, zeigte auch die Etappe 10 in der Atacama-Wüste, dass die südamerikanischen Sandberge den Vergleich mit Afrika nicht zu scheuen brauchen. Außerdem war nach Einschätzung von Navigator Detlef Ruf das Roadbook ein wenig „link“ ausgearbeitet: „Die haben viele Waypoints hinter Dünenkämmen gesetzt. Da die Abfahrten hier extrem steil und lang sind, hat man fast keine Chance mehr, wieder hoch zu kommen, wenn man sich einmal verfahren hat.“ Da auf der SS 11 schon zahlreiche Fahrzeuge bei km 22 - die gesamte Wertungsprüfung umfasste mehr als 600 km - stecken geblieben waren, entschloss sich die Rennleitung, die folgende Etappe 11 zu eliminieren, um ein ähnliches Durcheinander wie etliche Tage davor zu vermeiden. Im Augenblick wird die SS 12 gestartet, eigentlich der zweite Teil der Marathonetappe. Mit 253 Kilometer Länge eine kurze Speziale, doch am Abend davor wurden die Teilnehmer beim Briefing gewarnt: Richtig „heiß“ soll diese Etappe erst im letzten Abschnitt nach dem zweiten Kontrollpunkt werden - da wartet einmal mehr viel Sand auf die Motorräder, Autos und Trucks.

Datum

16. Januar 2009
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