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Auf Achse: 18 Wheels of Steel

Test: 18 Wheels of Steel - Extreme Trucker

Zerbrechliche Eispisten über zugefrorenen Flüssen, eng verwundene Gebirgspässe und dazu noch eine Prise Roadtrain im Outback. Die Mischung, mit der das neue Spiel aus dem Hause Rondomedia daherkommt scheint alles andere als fad zu sein. Nach erfolgreicher und problemloser Installation fällt der Blick direkt mitten ins Geschehen. Die Ice-Road steht als erstes auf dem Plan. Tatsächlich gibt es zunächst keinen Weg an Schnee und Eis vorbei. Der Spieler muss sich erst seine Sporen verdienen, bevor er die Anden oder Australien erobern darf. Also auf nach Alaska! Die erste Mission bringt mich gleich in die Bredouille: So eine Eisstraße ist nicht überall gleich dick. Der Truck bricht ein, die Ladung ist verloren. Das ganze läuft optisch und akustisch ziemlich realistisch ab. Mit einem Tankauflieger voll Wasser stelle ich mich der nächsten Mission. Schwabbelndes Wasser auf schnee- und eisglatter Straße? Die Fahrphysik im Spiel weiß genau, was das bedeutet. Der Zug schlingert und rutscht und ich habe alle Hände voll zu tun, dass mich der Auflieger nicht vollends überholt. Zum Glück nimmt mir der Computer wenigstens auf Wunsch das Schalten ab. Szenenwechsel: Die Anden. Die Aufgabe klingt simpel. Ein Sattelschlepper voll Kies muss von A nach B. Doch schon der Start aus dem verwinkelten Kieswerk schreit nach voller Fahrzeugbeherrschung. Dann passiert es: Falsch abgebogen in eine enge Sackgasse. Stück für Stück und mit andauernden Korrekturen krieche ich rückwärts. Wenden ist ausgeschlossen. Realitätsnah entwickelt der Auflieger beim kleinsten Fehler ein Eigenleben. Endlich auf dem rechten Weg, bleibt keine Verschnaufpause. Die Straßen sind eng, der Gegenverkehr mutig. So kommt, was kommen muss. Ich versuche auszuweichen, übersehe eine Kurve und der Truck stürzt ins Tal. Das kann glücklicherweise im australischen Outback nicht passieren. Dort darf ich meine Lieblingsladung fahren: Wasser. Doch dieses Mal hängen gleich drei Trailer an meinem Truck. Kann man in so einer Simulation den Zug aufschaukeln? Man kann. Zwar kippt nichts um, doch immerhin löst sich der Bandwurm von der Sattelkupplung. Der Gegenverkehr muss ein wenig leiden. Natürlich könnte ich auch planmäßig die Ladung abliefern und hätte dabei nicht einmal viel weniger Spaß. Aber letztlich steckt doch noch irgendwo ein kleiner achtjähriger Junge drin... Sichtbaren Schaden gibt es bei Extreme Trucker allerdings nicht. Einzig eine Anzeige zeigt dem Spieler wenn der Truck fast hinüber ist. Umso erstaunlicher ist die Grafik im Spiel. Fast fotorealistisch erstreckt sich das Gelände entlang der Fahrstrecke. Nur in der Vogelperspektive über dem Roadtrain erkennt der Spieler, dass die Bäume und Sträucher in Australien etwas platt sind. Doch allein schon die brechenden Eisschollen in Alaska oder die hohen Berge der Anden machen dieses kleine Manko mehr als wett. Was fehlt ist ein Modus zur freien Fahrt, oder ein Editor für eigene Routen. Roadtrain in den Anden, das wäre doch was... Zumindest die freie Fahrt soll laut Rondomedia bald im German Truck Simulator kommen. Bewertung: Grafik: 1 Sound: 2 Steuerung: 2 Spieltiefe: 2 Realismus: 1 Spielspaß: 1,5 Preis/Leistung: 1,5 Gesamtnote: 1,6 Systemanforderungen: Pentium 4 1,4 GHz 256 MB Arbeitsspeicher 540 MB freier Festplattenspeicher 64 MB AGP DirectX 9 und T&L kompatible Grafikkarte DirectX kompatible Soundkarte Achtfach CD-Laufwerk Maus Tastatur

Datum

4. Februar 2010
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