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Arctic Van Test – Tag zwei: Spreu und Weizen

Messwerte waren gestern – am zweiten Tag des Arctic Van Tests zählen die Fahreindrücke. Dazu wagen sich die Profitester mit den Fahrzeugen aus zwei Gewichtsklassen auf vereiste Landstraßen.

In diesem Jahr heißen die Testkandidaten beim Arctic Van Test Ford Transit Custom, Mercedes Vito und VW Transporter in der Transporter-Klasse. Am Wettbewerb in der Lieferwagen-Klasse nehmen Dacia Dokker Express, Mercedes Citan, Nissan NV200 und Renault Kangoo Rapid teil. Um den Sieg davon zu tragen, müssen sich die Fahrzeuge in Finnland bei eisigen Temperaturen in zahlreichen Einzelwettkämpfen gegen die Konkurrenz durchsetzen.

ESP auf dem Prüfstand

Es rattert vernehmlich – als das ESP schlagartig eingreift sind die Vibrationen im Fahrzeug deutlich zu spüren. Kein Wunder, die Anforderungen an das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) sind in diesem Moment hoch. Kurz vor der 90-Grad-Kurve hatte der Lieferwagen noch etwa 60 Sachen auf dem Tacho. Auf dem vereisten Untergrund soll das Fahrzeug ohne auszubrechen ums Eck fahren. Ohne ESP geht das nur im Drift. Mit ESP an Bord muss der Fahrer sich vor allem dazu zwingen, ruhig zu bleiben. Denn schlägt er die Lenkung zu stark ein, bringt ESP das Fahrzeug auf den falschen Weg. Die Fuhre droht von der Straße zu segeln. Lenkt er hingegen in die gewünschte Fahrtrichtung, hält die Elektronik den Kleintransporter sicher in der Spur.

Wie gut das Assistenzsystem arbeitet, prüfen die Profitester während des Tests im direkten Vergleich. Die Unterschiede sind teilweise gravierend. In der Transporter-Klasse liegen an diesem Tag Welten zwischen dem Besten, der wie auf Schienen durch die Kurven der Landstraße steuert, und dem Schlechtesten, der häufig zum Übersteuern neigt.

Abenteuerliches Kurvenverhalten

In der Lieferwagenklasse sind die Unterschiede ähnlich deutlich. Mit dem heute Klassenschlechtesten ist die gesamte Fahrt ein Abenteuer. Denn der reagiert in allen nur denkbaren Varianten. Mal untersteuert er, mal schiebt er gerade aus der Kurve heraus. Zumindest bewahrt in allen Fällen der harte Eingriff des ESP vor Schlimmerem. Hart meint in diesem Fall, dass das Regelsystem entweder voll zuschlägt oder sich im Ruhezustand befindet. Einen Bereich dazwischen scheint es nicht zu geben.

Die Konkurrenz kann es besser. Dort greift die Elektronik zur rechten Zeit ein und leitet den Lieferwagen sicher durch die Kurve. Offensichtlich unterscheiden sich die vier Lieferwagen – trotz identischer Motoren – in einigen Fahrsituationen maßgeblich. Das gilt besonders in Grenzbereichen auf den vereisten Straßen Finnlands.

eurotransport.de berichtet täglich vom Test. Alle Testergebnisse des Artic Van Tests und mehr lesen Sie in lastauto omnibus 5/2013 vom 14. März 2013 sowie in trans aktuell 05/2013.

Selbstverständlich berichten wir auch auf eurotransport.de, welcher Transporter beim Arctic Van Test die Nase vorne hatte.

Sie haben einen Tagestest verpasst? Kein Problem - hier gehts zu den Test-Etappen:

Portrait

Autor

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Markus Braun

Datum

5. Februar 2013
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