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Als Transporter und Familien-Van: Der neue VW Caddy

Im Juni startet die vierte Generation des VW Caddy. Ein Zweiliter-Diesel soll den Verbrauch auf unter vier Liter senken; Assistenzsysteme machen den Lieferwagen sicherer.

Die VW-Chefetage kann sich eigentlich entspannt zurücklehnen. Alleine Caddy und Transporter brachten es hierzulande im vergangenen Jahr auf mehr als 60.000 Neuzulassungen. Genauso viele wie alle anderen Hersteller zusammen in diesem Segment. Also auf dem Erfolg ausruhen? Daran verschwenden VW-Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Scholz und Entwicklungsvorstand Hans-Joachim Rothenpieler keinen Gedanken. Beide Modelle werden 2015 neu aufgelegt.

Den Beginn macht der Caddy, der im Juni wie gehabt als Kastenwagen und Familien-Van auf den Markt kommt. Weil es der Caddy in beiden Fällen auch mit hohen Lasten zu tun bekommt, hat sich VW Nutzfahrzeuge gegen den modularen Querbaukasten (MQB) der Pkw-Modelle des Konzerns entschieden. Der Neue basiert also weiterhin auf der bestehenden Plattform

Zweiliter-Diesel mit 75 bis 150 PS

An der Optik des Stadtlieferwagens hat Designchef Albert-Johann Kirzinger nur dezent gefeilt. Auffälligste Neuerung: Standardmäßig trägt der Caddy eine Chromstrebe im Kühlergrill. Die Motorhaube ist zudem stärker gepfeilt, die Fahrzeugfront tiefer zum Asphalt gezogen. Ein neu gezeichnetes LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten geben ihm nachts ein unverwechselbares Gesicht, woran künftig alle VW-Nutzfahrzeuge zu erkennen sein werden. Die Abrisskante am Heck dient der besseren Aerodynamik.

Für die Verbrauchsreduktion um durchschnittlich 15 Prozent sind maßgeblich die neuen Euro-6-konformen und mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestatteten Motoren verantwortlich. Basis der vier TDI-Diesel-Varianten ist ein Zweiliter-Vierzylinder, der zwischen 75 PS (55 kW) und 150 PS (110 kW) leistet. Die Spritsparversion Bluemotion soll weniger als vier Liter verbrauchen und unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

Erdgas-Caddy verbraucht 4,1 kg CNG

Deutlich sparsamer geworden ist auch der Caddy mit Erdgasantrieb, der sich laut VW mit 4,1 Kilogramm CNG auf 100 Kilometer begnügt. Gegenüber dem Vorgänger bedeutet dies eine Verbrauchsreduktion von bis zu 28 Prozent. Statt des bisherigen Zweiliter-Benziners steckt der 1,4-Liter-TSI-Motor unter der kurzen Haube, der 110 PS (81 kW) leistet. Analog zum VW Golf wird der Erdgas-Caddy künftig mit TGI und nicht mehr mit Ecofuel gekennzeichnet. Erstmalig ist der Caddy 1.4 TGI mit einem Siebengang Doppelkupplungsgetriebe zu haben. Bei den Ottomotoren stehen drei Aggregate zur Wahl. Die Einstiegsmotorisierung ist der 1.2 TSI mit 84 PS (62 kW). Neu hinzugekommen sind der Dreizylinder 1.0 TSI (102 PS/75 kW) sowie der Vierzylinder 1.4 TSI (125 PS/92 kW).

Der neue Caddy ist aber nicht nur sparsamer, sondern auch sicherer als zuvor. So mindert bei dem Lieferwagen serienmäßig eine Multikollisionsbremse die Gefahr von Folge-Unfällen nach einer Kollision. Übersieht der Fahrer Hindernisse, warnt ihn künftig der Front­assistent. Reagiert der Fahrer nicht auf die Warnsignale, bremst das System den Wagen unterhalb von Tempo 30 automatisch ab.

Optional ist der Stadtlieferwagen mit adaptiver Geschwindigkeits­regelung erhältlich. Ein Radarsensor überwacht den Abstand zum Vorausfahrenden und bremst das Fahrzeug wenn nötig bis zum Stillstand ab (nur in Kombination mit DSG). Müde Fahrer ertappt der Caddy nun mittels optionaler Müdigkeitserkennung. Die Sicht verbessern Xenon-Scheinwerfer sowie ein Fernlichtassistent.

Ab 14.785 Euro geht’s los

Transportprofis dürfen sich im Kastenwagen über eine bessere Sicht nach hinten dank Rückfahrkamera freuen. Die gibt es gegen Aufpreis zum großen Radio Composition Colour, Composition Media oder dem Radio-Navi Discover Media. Wer dem Stress ganz aus dem Weg gehen möchte, sollte den Parkassistenten ordern. Der Caddy lenkt dann selbstständig in enge Parklücken – quer und längs.

Den Kastenwagen mit 84 PS starkem Vierzylinder-Einstiegsbenziner gibt es ab 14.785 Euro netto. Die gleich stark motorisierte Pkw-Variante startet ab 15.330 Euro. Die bisherige Basisversion Startline wird durch Conceptline ersetzt, womit der Caddy ausstattungsbereinigt preislich sogar unterhalb des Vorgängermodells liegt.

Es muss aber nicht immer die karge Basis sein. Der kleine Stadtlieferwagen lässt sich mit Komfort­extras ausstatten, die man sonst eher von den Pkw des VW-Konzerns her kennt, wie beispielsweise flauschige Alcantara-Sitzflächen und Sitzwangen in Lederoptik, Klimaautomatik,  Smartphone-kompatiblem Mirrorlink-System und praktischem Multifunktions-Lederlenkrad.

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VW

Datum

4. Februar 2015
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