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Foto: eRoadArlanda

Elektrifizierte Straße in Schweden

eRoad Arlanda versorgt Stromer mit Energie

Im schwedischen Arlanda versorgt ab sofort eine elektrifizierte Straße Elektroautos jeder Größe mit Strom. Dazu braucht es aber keine Oberleitung.

Anders als bei bisherigen Ansätzen dient als Stromübertragung eine Schiene, die in die Straße eingelassen ist. Diese übermittelt den Strom per Kontakt, also nicht über Induktion. Fahrzeuge, die über diese neue Straße fahren, die Strecke reicht aktuell noch über zwei Kilometer der öffentlichen Straße 893 zwischen dem Arlanda Cargo Terminal und dem Rosersberg Logistikgebiet außerhalb der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Fahrzeuge, die die Technik nutzen wollen, müssen die Ladeelektronik samt Batterie und einen Ausleger an Bord haben. 

Beweglicher Ausleger stellt Kontakt her

Der bewegliche Arm unter dem Fahrzeug erkennt anhand des elektrischen Feldes die Ladeschiene und klinkt sich ein, sobald er im Zugriffsbereich ist. Beim Überholen hebt sich der Ausleger laut eRoad Arlanda automatisch an. Dank des Unterflur-Ausliegers ist die Ladeschiene, anders als beispielsweise hochhängende Oberleitungen, grundsätzlich für jede Art von Elektrofahrzeug geeignet. Gleichzeitig beeinträchtigt die Schiene nicht die Sicht des Fahrer und lenkt nicht ab. 

Einfache Umrüstung bestehender Straßen

Die Stromschiene arbeitet laut eRoad Arlanda vollautomatisch. Sie ist demnach in mehrere individuelle Sektionen unterteilt. Jeder dieses Abschnitte führt nur dann Strom, wenn ein Abnehmer eingeklinkt ist. Hält das Fahrzeug an, werde auch die Spannung unterbrochen. Gleichzeitig berechnet das System die Energieaufnahme des Fahrzeuges. So können die Kosten pro Fahrzeug und Nutzer zugeordnet und berechnet werden. Der Vorteil der Konstruktion ist laut eRoad Arlanda, dass die Technik in existierende Infrastruktur eingebaut werden kann. Ein Kilometer Schiene ist demnach in einer Stunde verlegt. Die Behinderungen halten sich also in Grenzen.  

"Eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit ist, wie fossilfreier Transport Realität wird", sagt Hans Säll, Vorsitzender von eRoad Arlanda. "Jetzt haben wir eine Lösung, die das möglich macht, was erstaunlich ist. Schweden ist bei dieser Technologie ganz weit vorne und wir hoffen, dass wir sie auch in andere Regionen des Landes und die ganze Welt bringen können."Das Konsortium eRoad Arlanda ist ein Zusammenschluss von 23 Partnern, darunter der Lkw-Hersteller DAF und der Energiekonzern Vattenfall.

Ford Transit Custom

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Datum

19. April 2018
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