Barth Logistikgruppe: Neuer CEO übernimmt

Barth Logistikgruppe stellt Führung neu auf
Neuer CEO kommt in der Umbauphase

Werner Dettenthaler ist neuer CEO der Barth Logistikgruppe. Er folgt auf Interims-CEO Kay Kleinhanß. Der Wechsel erfolgt in einer Phase strategischer Neuausrichtung und struktureller Veränderungen.

LKW-Fahrt mit Winfried Hermann bei Spedition Barth
Foto: Karl-Heinz Augustin

Führungswechsel in schwierigen Zeiten: Die Barth Logistikgruppe bekommt einen neuen CEO – und steht gleichzeitig mitten in einer strategischen Neuausrichtung.

Neuer CEO übernimmt in Phase des Umbaus

Bei der Barth Logistikgruppe hat es einen Wechsel an der Unternehmensspitze gegeben. Werner Dettenthaler hat im April die Rolle des CEO übernommen. Zuvor war er beim international tätigen Logistikdienstleister Gebrüder Weiss aktiv. Sein Vorgänger Kay Kleinhanß, der das Unternehmen interimistisch geführt hatte, hat seine Tätigkeit zum 31. März beendet. In einem Beitrag auf Linkedin spricht er von einer Phase intensiver Analysen und eingeleiteter strategischer Maßnahmen für die Zukunft des Unternehmens.

Sechs Monate Stabilisierung und Strategiearbeit

Kleinhanß hatte die Barth Logistikgruppe in den vergangenen Monaten durch eine Phase der Neuaufstellung geführt. Gemeinsam mit dem französischen Gesellschafter BMV sowie den lokalen Führungsteams seien Geschäftsprozesse stabilisiert und strategische Weichen gestellt worden. Damit ist der Führungswechsel kein isoliertes Ereignis, sondern Teil eines umfassenderen Transformationsprozesses.

Französischer Gesellschafter treibt Entwicklung

Hinter der Neuausrichtung steht auch der französische Logistikpartner BMV aus Lyon, der im Jahr 2020 als Gesellschafter bei Barth eingestiegen ist. Die Beteiligung gilt als wichtiger Schritt, um die Gruppe strategisch weiterzuentwickeln und international stärker auszurichten. Mit dem neuen CEO übernimmt nun ein Manager mit Erfahrung aus einem global aufgestellten Logistikunternehmen die Verantwortung für die nächste Phase.

Standortstruktur wird angepasst

Parallel zur strategischen Neuausrichtung hat das Unternehmen auch seine Strukturen angepasst. Der Standort Burladingen wurde Ende 2025 aufgegeben. Hintergrund ist jedoch weniger ein klassischer Rückzug, sondern vielmehr eine bereits länger laufende Konsolidierung. Seit dem Neubau in Hechingen waren die Aktivitäten in Burladingen ohnehin stark reduziert. Übrig gebliebene Bereiche wie Werkstatt, IT und Teile der Lagerlogistik wurden schrittweise in den Hauptstandort integriert.

Stellenanpassungen – aber auch neue Investitionspläne

Auch die Personalsituation wurde an die aktuelle Auftragslage angepasst. Gleichzeitig hält die Barth Logistikgruppe an ihren langfristigen Plänen fest. So ist in Nasswasen weiterhin der Bau eines Multi-User-Logistikzentrums geplant, das bis 2028 fertiggestellt werden soll. Ziel ist es, die Logistikstrukturen zu bündeln und effizienter auszurichten.

Logistikbranche bleibt unter Druck

Der Führungswechsel bei Barth fällt in eine Phase, in der viele Logistikunternehmen unter wirtschaftlichem Druck stehen. Schwankende Nachfrage, steigende Kosten und strukturelle Veränderungen prägen den Markt. Vor diesem Hintergrund wird die Rolle des neuen CEO entscheidend sein: Werner Dettenthaler übernimmt ein Unternehmen, das sich bereits mitten im Umbau befindet und dessen Kurs er nun weitergestalten muss.

In Kürze: die: Key Facts

  • Unternehmen: Barth Logistikgruppe
  • Neuer CEO: Werner Dettenthaler (seit April 2026)
  • Vorgänger: Kay Kleinhanß (Interim-CEO bis 31.03.2026)
  • Gesellschafter: BMV (Frankreich)
  • Maßnahme: strategische Neuausrichtung und Stabilisierung
  • Standort: Burladingen aufgegeben, Integration nach Hechingen
  • Projekt: Multi-User-Logistikzentrum Nasswasen (Fertigstellung geplant 2028)
  • Branche: Spedition / Kontraktlogistik
  • Trend: Transformation und Konsolidierung im Logistikmarkt