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Dickes Minus bei Grammer

Dickes Minus bei Grammer

Im ersten Halbjahr 2009 betrug der Umsatz des Sitzeherstellers Grammer 341,7 Millionen Euro. Das waren 37,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte auf ein Minus von 19,4 Millionen Euro ab. Im Vorjahr hatten die Amberger noch ein Plus von 21,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Laut Grammer wirkten sich vor allem Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von fast zehn Millionen Euro ergebnisbelastend aus. Der europäische Geschäftsbereich war laut Grammer vom Umsatzrückgang besonders hart betroffen: Hier wurden nur noch 249,7 Millionen Euro umgesetzt, was einem Minus von 38,2 Prozent entspricht. Während der Umsatz auch in Nord- und Südamerika deutlich sank, waren in Asien nach Angaben der Franken nur leichte Abschläge zu verzeichnen. Grammer rechnet nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Kempis damit, dass die Lage auf den relevanten Märkten weiterhin angespannt bleibt. Zwar scheine im Geschäftsfeld Automotive die Talsohle erreicht zu sein, für den Bereich Seating Systems erwarte man jedoch noch weitere Produktionskürzungen der Kunden. Grammer hat derweil die Anzahl der Mitarbeiter an die niedrige Auftragslage angepasst. 2.434 Mitarbeiter - 25 Prozent der Belegschaft - mussten im Vergleich zum Vorjahr das Unternehmen verlassen. Zum Ende des zweiten Quartals 2009 waren demnach nur noch 7.320 Menschen bei Grammer beschäftigt.

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