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Trailerspezialist Schmitz Cargobull

Aufbaulösung für Transporter

Schmitz Cargobull V.KO Foto: Schmitz Cargobull 4 Bilder

Der Trailerspezialist Schmitz Cargobull erweitert sein Portfolio an Transportlösungen und zeigt erstmals eine Aufbaulösung für die kleine Klasse, mit einem Gesamtgewicht von 3,5 bis sechs Tonnen.

07.04.2017 Knut Zimmer

Schmitz Cargobull peilt die "Letzte Meile" an und bringt jetzt zum ersten Mal einen Transporter-Aufbau auf den Markt. Mit dem Koffer vom Typ V.KO erschließt sich der Trailerspezialist aus Horstmar einen Zugang zur Kompaktklasse mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 bis sechs Tonnen. Der Koffer selbst ist Teil einer Entwicklungspartnerschaft zwischen Schmitz Cargobull und VW Nutzfahrzeuge. VW steuerte dabei als Basisfahrzeug das Serienfahrgestell des neuen VW Crafter bei. Das Kofferkonzept V.KO selbst ist nach Angaben von Schmitz Cargobull nicht nur auf den neuen VW Crafter anwendbar, sondern auch kompatibel mit anderen Fahrzeugen, wie dem Mercedes-Benz Sprinter.

Den Beweis hierfür lieferte der Trailerhersteller bei der Präsentation des Kofferaufbaus am 8. März nahe Münster. Dort hat der Hersteller auch eine Fahrzeugvariante auf Basis des Fahrzeugklassen-Begleiters aus Stuttgart präsentiert.

Transporter-Koffer bietet die Basis für geplanten Kühlkofferaufbau

Schmitz Cargobull reagiert nach eigenen Angaben mit der Erweiterung des Fahrzeugportfolios auf den unaufhaltsam wachsenden Online-Handel und die damit verbundene Zunahme des KEP-Verkehrs auf der letzten Transportmeile bis zur Haustüre der Kunden von Amazon, Zalando und Co. Laut Andreas Klein, Vorstand des Ressorts Operations (COO) bei Schmitz Cargobull, bildet der V.KO Transporter-Koffer auch die Basis für einen geplanten Kühlkofferaufbau für die Transporterklasse. Diese Variante will der Fahrzeugbauer in Serienreife bis zur IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover vorstellen.

Der Koffer selbst besteht dabei aus einem modularen Bausatz. Dieser ist laut Hersteller sowohl für Fahrzeughersteller als auch für Aufbauhersteller konzipiert, die ihre Komponenten nicht selbst herstellen. Die einzelnen Bauelemente sind dabei bereits mit allen wichtigen Verkabelungen und Steckanschlüssen ausgestattet. Das hat den Vorteil, dass bei der Montage des Kofferaufbaus auf das Transporterchassis keine Kabelbäume mehr eingezogen werden müssen. Für die Montage selbst veranschlagt Schmitz Cargobull einen Zeitaufwand von lediglich zwei Stunden. Ein Zeitfenster, das ein Montage-Team von Schmitz Cargobull bei der Präsentation des Fahrzeugkonzepts nicht nur einhalten, sondern mit knapp über 90 Minuten auch noch unterbieten konnte.

Bei Aufbaulänge bleibt Schmitz Cargobull variabel

Die tragenden Elemente des V.KO bestehen dabei aus 20 Millimeter starken Sandwich-Paneelen mit einer beidseitigen GFK-Deckschicht. Diese werden in dem dafür umgebauten Schmitz Cargobull-Werk in Berlin produziert. Nach oben hin verschlossen wird der Koffer wahlweise mit einem lichtdurchlässigen (transluzenten) Spriegeldach samt LED-Deckenleuchte mit Bewegungssensor oder einem Sandwichdach. Getragen wird der 2.100 bis 2.200 Millimeter breite und 2.100 bis 2.300 Millimeter hohe Koffer von einer Bodengruppe, die aus einer selbsttragenden Bodenplatte inklusive unterschiedlicher Montagekonsolen besteht, welche für die jeweiligen Fahrgestelle der Van-Hersteller optimiert sind. Bei der Aufbaulänge bleibt Schmitz Cargobull in Abhängigkeit der Radstände der Fahrzeughersteller variabel.

Für die Ladungssicherung sorgen serienmäßige, seitlich im Boden verankerte Airline-Schienen nach DIN EN 12640 XL. Stäbchenzurrleisten oder Kombi-Ankerschienen, die in die Kofferwände integriert sind sowie eine optionale Ladungssicherungsschiene in der Stirnwand des V.KO Dry komplettieren das Sicherheitspaket. Für die optische Sicherheit im Straßenverkehr sorgen jeweils zwei Positionsleuchten vorn und hinten, die im Dachprofil integriert sind. Dass zum Beleuchtungspaket eine dritte Bremsleuchte unterhalb des Dachholms gehört, ist bei Schmitz Cargobull selbstredend. Gleiches gilt für den Stresstest im hauseigenen Hydropulser, bei dem der Aufbau inklusive Transporterchassis laut Hersteller einer Belastung von 40 G ausgesetzt wurde. Bleibt nur noch die Frage nach der Nutzlast. Diese liegt beim V.KO Dry nach Angaben von Schmitz Cargobull bei mehr als einer Tonne – abhängig vom zugrunde liegenden Transporter-Chassis.

Download Schmitz Cargobull V.KO Dry (PDF, 0,02 MByte) Kostenlos
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