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SLV Hessen/Rheinland Pfalz

Lage bei Speditionen bleibt angespannt

Foto: Matthias Rathmann

Corona hinterlässt Spuren: Die Speditionen in Hessen und Rheinland-Pfalz berichten von Umsatzrückgängen von 20 bis 25 Prozent.

Die Lage bleibt angespannt, doch auf rauer See bleibt das Ruder beim Speditions- und Logistikverband (SLV) Hessen/Rheinland-Pfalz in den Händen eines bewährten Führungsteams. Die Mitglieder des Verbands bestätigten auf dem diesjährigen Speditions- und Logistiktag Hessen/Rheinland-Pfalz am Mittwoch in Sulzbach (Taunus) Hans-Georg Maas (65) in seiner Funktion als SLV Vorstandsvorsitzender. Der Geschäftsführende Gesellschafter von Edi-Trans in Offenbach lenkt die Geschicke des Verbands seit 2017.

Als weitere Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden Christian Eichmeier (Contargo, Frankfurt), Daniel Hensel (Hensel Logistik, Grolsheim), Volker Oesau (DHL, Frankfurt) und Michael Peters (Intertrans, Bobenheim-Roxheim). Die Veranstaltung fand unter Einhaltung der Corona-Auflagen statt und war auf eine Person pro Unternehmen beschränkt.

Von Krisengewinnern zu Insolvenzen

Die Tagung habe bestätigt, dass die Lage in der Speditions- und Logistikbranche sehr heterogen ist und von Krisengewinnern bis zu den ersten Insolvenzen reicht, erklärt der SLV. Er macht das an den Ergebnissen einer von ihm durchgeführten Umfrage unter seinen Mitgliedsfirmen in Hessen und Rheinland-Pfalz fest. Danach mussten die Unternehmen im ersten Halbjahr im Schnitt einen Umsatzverlust zwischen 20 und 25 Prozent hinnehmen.

13 Prozent der der Speditionen haben aufgrund der schlechten Auftragslage demnach bereits Mitarbeiter entlassen, weitere 13 Prozent erwarten dies fürs zweite Halbjahr. Immerhin: Acht von zehn Unternehmen gehen nicht davon aus, dass ihre Liquidität im zweiten Halbjahr gefährdet ist. Andererseits: Mehr als 40 Prozent beurteilen ihre Existenzfrage als derzeit noch nicht absehbar.

Maas: Wirtschaftskrise lange nicht überstanden

„Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie noch lange nicht überstanden ist“, betonte der frisch im Amt bestätigte SLV-Vorstandschef Maas. Seine Befürchtung: „Tausende mittelständische Firmen aus allen Branchen, die aktuell und bis ins nächste Jahr hinein von Insolvenz bedroht sind, könnten hier noch eine nicht absehbare Kettenreaktion auslösen.“

SLV-Geschäftsführer Thorsten Hölser sieht die Politik auch in den nächsten Monaten stark gefordert, Corona-geschädigten Unternehmen unter die Arme zu greifen – und dass sie dafür Sorge trägt, dass die Mittel die jeweiligen Empfänger auch erreichen. „Viele Hilfsprogramme sind in der Speditionsbranche bei den mittelständischen Unternehmen aufgrund zu komplexer Rahmenbedingungen nicht angekommen“, sagte Hölser unter Verweis auf Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft.

Als positiv wertet der SLV-Geschäftsführer, dass in der Corona-Krise das Image der Branche bei Politik und Öffentlichkeit einen neuen Stellenwert erhalten habe. „Hier erwarten wir nun aber von der Politik, dass Sie unserer Branche auch zukünftig und beim nächsten Wirtschaftsaufschwung die gleiche Wertschätzung und Unterstützung zukommen lässt, wie in der Krise“, ergänzte Hölser.

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