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Mauterhöhung zum Januar 2019

Branche warnt vor erheblichen Zusatzkosten

Foto: B. Wylezich fotolia

Die Transport- und Logistikbranche warnt vor erheblichen Zusatzbelastungen durch die Ausweitung und Erhöhung der Maut.

Des einen Freud, des anderen Leid: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) darf sich bis 2022 über 2,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Mauteinnahmen pro Jahr freuen. Abführen muss dieses zusätzliche Geld die Transport- und Logistikbranche, die mit ihren Lkw ab 7,5 Tonnen ab Juli 2018 zunächst auf allen Bundesstraßen zur Kasse gebeten wird und ab Januar 2019 im zweiten Schritt mit einer deutlichen Mauterhöhung rechnen muss. Insgesamt sollen in den Jahren 2018 bis 2024 mehr als 36 Milliarden Euro an Lkw-Mauteinnahmen in die Kassen des Bundes fließen, wie aus dem neuen Wegekostengutachten im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht.

DSLV: Doppelter Kostensprung nicht ohne Auswirkungen

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) sieht die zwei Kostensprünge innerhalb weniger Monate mit Sorge. "Dieser doppelte Kostensprung in der Logistik wird nicht ohne Auswirkungen auf die Fracht- und Verbraucherpreise bleiben", erklärt Hauptgeschäftsführer Frank Huster. Die Verkehrsabgabe wirke faktisch wie eine Verbrauchssteuer. Für den Verband ist klar, dass seine Unternehmen sie weiterreichen müssen.

DSLV und BGL froh über einheitliche Sätze auf Bundesfernstraßen

Der DSLV wie auch der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) reagieren erleichtert auf die Zusage zu einheitlichen Mautsätzen auf Bundesstraßen und Autobahnen. Allerdings weisen sie darauf hin, dass diese Angleichung ihren Preis hat. Denn neuerdings sollen auch externe Kosten für Lärm und bei Euro 6-Lkw erstmals auch externe Kosten für die Luftverschmutzung berücksichtigt werden, was die Mautsätze in die Höhe treibt. Beide Verbände machen das an exemplarischen Kostenberechnungen fest. "Vierachsige Fahrzeuge dieser Emissionsklasse größer als 18 Tonnen werden mit einer Anhebung der Mautsätze auf 18,7 Cent pro Kilometer bis zu 59 Prozent besonders belastet", erklärt der DSLV.

46 statt 20 Euro Maut für exemplarische 300-Kilometer-Strecke

Der BGL nennt als Beispiel für die erheblichen Zusatzkosten die Streckenmaut für einen 40-Tonner der Euro-6-Norm, der bei einem Transport über 300 Kilometer 150 Kilometer auf der Autobahn und 100 Kilometer auf Bundesstraßen zurücklegt. "Musste für diese Kombination bisher 20 Euro Maut entrichtet werden, werden es künftig 46 Euro sein, das wäre mehr als das Doppelte als bisher."

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