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Goodyear-Zukunftsforum

Effizienz als höheres Ziel

Foto: Goodyear

Wie lassen sich die Transportkosten im nationalen und internationalen Güterverkehr weiter senken? Bei dieser Frage ist eine Stellschraube schnell ausgemacht, die bis zu 30 Prozent des Gesamtaufwands einer Spedition ausmacht – nämlich die Treibstoffkosten.

28.08.2015 Knut Zimmer

Welche Möglichkeiten dabei Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung stehen, zeigte sich beim dritten Treffen des von ­Goodyear begleiteten Expertenforums „Driving Ahead“ am Nürburgring. Dass im deutschsprachigen Raum dabei alle Spediteure im gleichen Boot sitzen, unterstreicht Hans Meier, Disponent des Schweizer Logistikunternehmens Fattorini Autotrasporti Sagl.

Kraftstoff macht bis zu 30 Prozent der Kosten aus

"Der Kraftstoff ist wie bei den anderen auch ein signifikanter Kostenfaktor und macht zwischen 25 und 30 Prozent der variablen Kosten bei uns aus", attestiert der Transportexperte. Der Durchschnittsverbrauch der 27 Zugmaschinen, elf Gliederzüge und zwölf Motorwagen, die im internationalen Verkehr zwischen der Schweiz und Italien unterwegs sind, liege bei rund 30 Litern pro 100 Kilometer. Eine Verbrauchssenkung sei deshalb erklärtes Ziel bei Fattorini Autotrasporti Sagl. Eine Maßnahme ist für Meier die Schulung der Fahrer. „Selbst das modernste Fahrzeug bringt nichts, wenn der Fahrer es nicht kraftstoffsparend fährt“, weiß der Disponent aus Erfahrung.

Fahrerschulungen für mehr Kosteneffizenz aus

Joachim Altmann, Speditionsleiter beim Logistiker Gebrüder Schröder aus Ebernhahn, sieht in der Schulung der Fahrer ebenfalls Einsparpotenziale. "Wir haben hier sehr deutliche Unterschiede festgestellt. Damit sich das nicht verliert, beobachten wir die Verbräuche der Mitarbeiter und wiederholen Trainings in regelmäßigen Abständen", erklärt der Transportexperte. Von der gestiegenen Kraftstoffeffizienz durch den Schritt von Euro 5 auf Euro 6 ist Altmann jedoch weniger überzeugt. Aktuell habe die Spedition Gebrüder Schröder 50 Euro-6-Fahrzeuge im Bestand des insgesamt 120 ziehende Einheiten umfassenden Fuhrparks. „Die Fahrzeuge sind in der Anschaffung teurer und der Nutzen ist nahezu der gleiche. Der Verbrauch ist entweder identisch oder er liegt nur leicht darunter“, erklärt Altmann. Der Ebernhahner Logistiker setzt deshalb auf die Drosselung der Höchstgeschwindigkeit auf 85 km/h, Leichtlauföle, regelmäßige Überprüfung und Justierung der Achsen und auf Reifen mit geringem Rollwiderstandsbeiwert (CR).

Projekt 20-20-20

Diesen Ansatz erachtet auch Andreas Manke als vielversprechend. Unterstützt von Goodyear steuert der Geschäftsführer der Beratungsfirma Hi-Consulting und Flottenmanager bei der Spedition Bartkowiak das Projekt 20-20-20. Das Projekt hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 den Verbrauch der Flottenfahrzeuge auf 20 Liter pro 100 Kilometer zu senken. Neben gewichtsoptimierten Sattelaufliegern von Berger Ecotrail des Typs SAPL 24 LTn schlagen laut Mankes auch die Verwendung von Pneus mit geringem Rollwiderstand positiv zu Buche. Ausgestattet mit Goodyear Fuelmax- und Kmax-Bereifung an Lenk-, Antriebs- und Trailerachse konnten die Lkw so zwischen 1,2 bis 1,6 Liter auf 100 Kilometer einsparen.

Dieseleinsparung im Wert von zwei neuen Aufliegern 

Seiner Meinung nach rechnet sich deshalb diese Anschaffung. "In einem Rechenbeispiel mit den 38 Sattelzugmaschinen, die jährlich bis zu 3,8 Millionen Kilometer fahren, würde eine Reduzierung von 1,2 Litern pro 100 Kilometer 45.600 Liter im Jahr einsparen", analysiert der Berater. Bei Dieselkosten von 1,25 Euro brutto pro Liter seien das 57.000 Euro jährlich, was den Anschaffungskosten von zwei Aufliegern entspreche.

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