European Truck Racing Championship 2018

Hahn dominiert am Hungaroring

ETRC 2018 Hungaroring Foto: Richard Kienberger 47 Bilder

Einige der Favoriten mussten sich beim Truck Race Lauf in Ungarn warm anziehen. Bestens lief es hingegen für Meisterschafts-Leader Jochen Hahn.

Das Schöne am Sport ist ja, dass gelegentlich das Unerwartete passiert. Beispielsweise eine Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft in ihrem WM-Auftaktspiel gegen Mexiko. Für die schwarz-rot-goldene Elf, die auf die Verliererstraße geriet, während die Truckracer in Budapest ihr letztes Rennen austrugen, ist nach den bitteren 90 Minuten noch nichts verloren – und mit genau dem gleichen Satz können sich die Protagonisten in der European Truck Race Championship trösten, die sich am Sonntagabend nach dem zweiten Event der Saison 2018 verwundert die Augen rieben. Denn außer den beiden Siegen von Jochen Hahn in den Championshiprennen 1 und 3 war manches ziemlich überraschend auf dem Hungaroring.

Durchwachsenes Ergebnis für Lokalmatador Kiss

Beispielsweise die Tatsache, dass sich Norbert Kiss auf seiner Heimstrecke mit einem für seine Verhältnisse durchwachsenen Ergebnis bescheiden musste. Zu einem Sieg reichte es diesmal nicht für den Ex-Europameister, der den Auftritt vor seinen vielen Fans mit der Zahlenreihe 2, 5, 4 und 3 abschloss und damit zweimal aufs Podium gebeten wurde, aber eben nicht nach ganz oben. Jochen Hahn präsentierte sich in drei Rennen in Top-Form, profitierte allerdings im ersten Championshiprace von einem Fahrfehler des aktuellen Europameisters Adam Lacko, den er gekonnt ausnutzte, um sich an die Spitze zu setzen. Der Tscheche war in Ungarn gesundheitlich wieder einigermaßen hergestellt, wurde aber nach dem Missgeschick bis auf Platz 8 durchgereicht. Schadlos hielt sich Lacko nur im zweiten Rennen, wo er sich in meisterlicher Manier trotz gebrochener Bremsscheibe denkbar knapp als Sieger ins Ziel rettete.

Kleine Brötchen für große Talente

Steffi Halm und Antonio Albacete erging es ähnlich wie Lokalmatador Kiss: Sie mussten sich mit kleinen Brötchen zufrieden geben – wobei die Basis von derartigen Einschätzungen ja immer die Klasse einer Fahrerin oder eines Fahrers und die zumindest theoretisch vorhandenen Möglichkeiten sind. Andere wären froh, wenigstens einmal auf dem Podest zu stehen, aber Steffi Halm traut man an einem durchschnittlichen Rennwochenende sicher mehr zu, als zwei dritte Plätze (am Samstag). Albacete war gar so etwas wie der Pechvogel des Wochenendes – normalerweise ist es ja Frankie Vojtisek, der keinen Pechkübel auslässt. Doch der rührige Tscheche war nach dem Brand seines Renntrucks in Misano noch nicht wieder einsatzbereit. Albacete hatte das erste Qualifying mit der fünftschnellsten Runde beendet, wurde aber kurz nach dem Start von Halb-Lokalmatador Ryan Smith (der Brite fährt für ein ungarisches Team) aus dem Weg geräumt. Mister Smith wiederum ließ mit ungewohnt starken Rundenzeiten im Qualifying aufhorchen: Er startete das erste Championshiprace von Platz 3 aus, im zweiten stand er sogar neben Pole-Setter Hahn in der ersten Reihe und verteidigte den zweiten Platz auch im Rennen. Zurück zum Spanier: Der kam auch in den anderen Rennen zum Teil böse unter die Räder und dürfte mit einem sechsten Platz im vierten Lauf nicht wirklich zufrieden sein über sein Abschneiden.

Reinert: Comeback geglückt

Eine kleine Überraschung gelang auch René Reinert. Der Logistikunternehmer scheint die einjährige Rennpause gut verkraftet zu haben, jedenfalls gewann er das abschließende Championshiprace 4 mit deutlichem Abstand vor Sascha Lenz und Kiss, nachdem er sich schon am Vortag im Rennen 2 mit dem zweiten Platz hinter Lacko ein Top-Resultat erkämpft hatte. 

Hahn führt jetzt nach zwei Runden mit einem komfortablen Vorsprung von 31 Punkten vor Kiss und Halm (die punktgleich sind) – aber wie gesagt: die Verfolger können sich mit der Weisheit trösten, dass ja noch lange nichts entschieden ist.

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