ETRC 2018 Lauf vier am Slovakiaring

Albacete, Brereton, Hahn und Kiss

ETRC 2018 Slowakiaring Foto: Richard Kienberger 78 Bilder

Beim vierten Lauf in der Saison 2018 der European Truck Racing Championship am Slovakiaring gibt es vier Sieger in vier Rennen. Hahn bleibt dennoch vorn in der Meisterschaft.

Fast schon unglaublich: Obwohl die Leistungsdichte in der European Truck Racing Championship 2018 enorm hoch ist, konnten die Streckenposten auch im letzten Meeting vor der Sommerpause die roten Flaggen eingerollt lassen. Was aber nicht heißt, dass es den vier Championshiprennen an Spannung gemangelt hätte, ganz im Gegenteil. Für die Leistungsdichte spricht die Tatsache, dass es in vier Wertungsläufen vier verschiedene Sieger gab, wobei keiner der Sieger „ganz locker“ über die jeweils acht zu fahrenden Runden kam, auch im Verfolgerfeld wurde heftig um die Platzierungen gekämpft. Am ehesten gelang das noch dem halben Lokalmatador Norbert Kiss, der sich im abschließenden Rennen einen einigermaßen komfortablen Vorsprung herausfuhr, nachdem er René Reinert niedergerungen hatte. Reinert machte wie schon viele Fahrer vor ihm die bittere Erfahrung, dass mitunter ein ganzes Fass geöffnet wird, wenn erst einmal ein Konkurrent vorbeigezogen ist. Der Logistikunternehmer aus der Lausitz durfte den Lauf von der Pole Position aus angehen, hatte aber das Pech, dass ihm schon bald Kiss im Nacken saß. Als der Ungar den Spitzenreiter weichgekocht hatte, wurde der nach hinten durchgereicht, für einen Podiumsplatz, wie am Tag zuvor, reichte es diesmal nicht mehr, er wurde Siebter.

Truck Race Slovakiaring
Truck Race Slovakiaring (2018)

Pech für Polesetter Lacko

Der erste Sieger des Wochenendes war etwas unerwartet Antonio Albacete. Der Spanier hatte sich in der Samstags-Superpole mit der zweitbesten Rundenzeit einen Startplatz in der ersten Reihe gesichert. Als die Ampel auf grün umsprang, kam Polesetter Adam Lacko nicht optimal in die Gänge, so dass Albacete und Jochen Hahn den Tschechen noch vor der ersten Kurve hinter sich ließen. Hahn drückte danach aufs Tempo, fand aber keinen Weg vorbei an Albacete. Im zweiten Samstagsrennen gab es ebenfalls einen Überraschungssieger: Shane Brereton, der in der Sonderwertung „Grammer-Cup“ die Tabelle anführt, gewann zum zweiten Mal in seiner Karriere einen ETRC-Lauf. Der Brite umschiffte das anfängliche Gerangel zwischen André Kursim und Adam Lacko, in dessen Folge der Tscheche den Weg durchs Kiesbett nehmen musste. Auch Jochen Hahn umkurvte die Turbulenzen und übernahm einmal mehr die Verfolgerrolle. Doch Brereton brachte den Sieg heim, gefolgt von Hahn und René Reinert.

Albacete: Strafe statt Punkte

Am Sonntag gab Steffi Halm den Pechkübel weiter an Antonio Albacete, der nach dem dritten Championshiprace von den Kommissaren aus der Wertung genommen wurde, weil er die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu oft überschritten hatte – die Abregelung bei 160 km/h funktionierte nicht richtig. Halm war am Samstag einmal mehr weit von den erhofften Platzierungen entfernt, meldete sich aber am Sonntagmittag mit einem dritten Platz in der Spitzengruppe zurück. Mit ihr auf dem Treppchen: Jochen Hahn als Sieger und Adam Lacko als Zweitplatzierter.

Hahn geht mit Vorsprung in die Saison-Sommerpause

Im abschließenden Rennen vier war es schließlich wie eingangs erwähnt Norbi Kiss, der sich vor den beiden gelben Renntrucks mit Sascha Lenz und André Kursim am Steuer dursetzte. Fazit nach vier Runden in der ETRC 2018: Einen Dominator gibt es in diesem Jahr nicht, doch mit konstant guten Leistungen ist Jochen Hahn fraglos zum einzigen Titelfavoriten avanciert. Von den Verfolgern konnte noch keiner ein optimales Wochenende realisieren – zumindest an einem Tag hakte es bei Lacko, Kiss, Albacete und Halm immer irgendwo. Am ersten Septemberwochenende treffen sich die Truck Racer wieder, die zweiten Saisonhälfte wird mit dem Tschechischen Truck Grand Prix in Most eingeläutet.

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