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Bundeswehr-Ausschreibung

KAT I-Nachfolger gesucht

Die Bundeswehr benötigt dringend eine neue Generation ungeschützter Transportfahrzeuge. RMMV und Iveco sind im Rennen um den Großauftrag. Foto: Bundeswehr/Torsten Kraatz

Die Bundeswehr benötigt eine neue Generation ungeschützter Transportfahrzeuge. RMMV und Iveco sind im Rennen um den Großauftrag.

23.03.2017 Johannes Roller

Die Bundeswehr sucht einen Nachfolger für ihr betagtes Arbeitspferd, den MAN mil gl KAT I. Die Truppe will daher gut 2.000 neue, sogenannte ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF) mit fünf sowie 15 Tonnen Nutzlast beschaffen. Im Rennen um den Großauftrag vom Staat sind Iveco Defence Vehicles und Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV).

Hohe Anforderungen

Die Anforderungen seitens der Bundeswehr sind hoch: außergewöhnliche Robustheit und Geländefähigkeiten, Allrad natürlich, maximal vier Meter Gesamthöhe inklusive Aufbauten, Watfähigkeit von 1,20 Metern, Luftverladbarkeit und ein großes Tankvolumen. Außerdem müssen die Baugruppen der dreiachsigen 5-Tonner- und der vierachsigen 15-Tonner-Variante zwecks einfacher Wartung und Reparatur fast vollständig identisch sein.

Harte Prüfung

Für die intensive Erprobung auf dem Testgelände der Wehrtechnischen Dienstelle (WTD) 41 in Trier hat Iveco einen Dreiachser aus der Trakker-Baureihe gestellt und RMMV einen Dreiachser aus seiner HX-Serie mit der vertrauten KAT I-Optik. Auf den Teststrecken der WTD 41 wurden die Fahrzeuge dann einer harten Prüfung bei voller Beladung unterzogen: Sinuswellenbahn, Schrägbahn und Waschbrett gehören zu den künstlichen Marterstrecken, auf denen die Testfahrzeuge ihre Runden drehen mussten. Gesteuert wurden sie dabei unter anderem von Robotern, da kein Testfahrer die extremen Belastungen lange aushalten würde.

Nach über einem halben Jahr ist die Erprobung nun abgeschlossen. Bis Juli soll die Entscheidung fallen, welcher Hersteller den begehrten Großauftrag erhält. 

Auf ihrem YouTube-Kanal bietet die Bundeswehr interessante Einblicke in die Erprobung der beiden Testfahrzeuge von Iveco und RMMV durch die Wehrtechnische Dienstelle (WTD) 41 in Trier.

Nachtrag (6. Juli 2017)

Wie Rheinmetall in einer Pressemitteilung schreibt, hat die Bundeswehr den Rahmenvertrag über die neue UTF-Generation mit RMMV abgeschlossen. Der durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erteilte und auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag umfasst laut Rheinmetall insgesamt 2.271 Fahrzeuge der HX2-Familie im Bruttowert von rund 900 Millionen Euro.

In einem ersten Schritt sei ein Los von 558 Lkw (inklusive Sonderwerkzeugen und Ausbildungsleistungen) unter Vertrag genommen worden, was einem Bruttoauftragsvolumen von rund 240 Millionen Euro entspeche. Der überwiegende Teil der wesentlichen Komponenten – Motoren, Achsen, Getriebe und Aufbauten – entstamme deutscher Fertigung, die Montage werde dann im Wiener Werk von RMMV erfolgen. Die Auslieferung dieses ersten Loses soll sich auf den Zeitraum 2018 bis 2021 erstrecken.

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