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Baden-Württemberg rüstet 500 Lkw nach

Eigene "Aktion Abbiegeassistent" im Ländle

Foto: Daimler AG - Global Communications Commercial Vehicles

Das Land Baden-Württemberg startet auf Initiative des Verbands Spedition und Logistik (VSL) Baden-Württemberg ein Förderprogramm für Abbiegeassistenten.

11.07.2018 Franziska Nieß

Das Projekt sieht vor, 500 Lastwagen mit Abbiegeassistenten nachzurüsten und zwei Jahre lang wissenschaftlich zu begleiten. Mitmachen können laut VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu Spediteure aus Baden-Württemberg. Der Fokus liege zwar auf Lkw, die im Stadtverkehr unterwegs sind, doch auch Fernverkehrsfahrzeuge würden nicht ausgeschlossen. „Die Bewerbungsphase startet jetzt“, erklärt Marongiu gegenüber trans aktuell. Dabei sollen die bürokratischen Hürden so niedrig wie möglich gehalten werden.

„Es ist wichtig, sofort loszulegen“, bekräftigt Marongiu und verwies dabei auf die unkomplizierte und gute Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Verkehrsministerium. Wichtig ist dem Verband auch die Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), um die Radfahrer zu sensibilisieren.

Das Förderprogramm bietet drei verschiedene Nachrüst-Lösungen, die der VSL zuvor in einer Vorstudie gemeinsam mit Prof. Jochen Baier, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Mobilität und Logistik an der Hochschule Furtwangen, evaluierte. „Uns war vor allem wichtig, was bei den Fahrern ankommt“, erklärt Marongiu. Regelmäßige Fahrer-Befragungen seien daher auch während des Feldversuchs geplant.

Das Fördervolumen beträgt 666.000 Euro

Insgesamt hat das Projekt laut dem baden-württembergischen Verkehrsministerium ein Volumen von rund 666.000 Euro. Das Land beteilige sich mit etwa 500.000 Euro daran. Der Bescheid stehe kurz vor der Übergabe. Aufgrund einer sogenannten Unbedenklichkeits-Bescheinigung konnte das Projekt aber bereits starten. Unter die Förderungen fallen laut Marongiu nur Nachrüst-Lösungen, keine Neufahrzeuge mit verbautem Abbiegeassistent. „Das ist vor allem für ältere Lkw interessant, wie sie im Stadtverkehr oft zu finden sind“, sagt Marongiu.

Das Projekt beschränkt sich zwar auf Baden-Württemberg, könnte jedoch als Vorbild für andere Bundesländer dienen.

Die Ziele des Feldversuchs

  • Fahrzeuge nachrüsten und die am Markt befindlichen Abbiegeassistenten wissenschaftlich bewerten

  • Personengruppen, die sich mit dem Thema Abbiegeunfälle beschäftigen, miteinbeziehen und für die aktuellen Entwicklungen sensibilisieren (z.B. den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub)

  • Die politische Meinungsbildung unterstützen

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