Thomas Maurer, Geschäftsführer und Vice President der Volvo Group Trucks Central Europe Zoom

Volvo Trucks: Viel geleistet und noch viel vor

Thomas Maurer, Geschäftsführer und Vice President der Volvo Group Trucks Central Europe mit den Lkw-Marken Volvo Trucks und Renault Trucks, lässt das Jahr 2013 Revue passieren. Herausragende Ereignisse: Die Zusammenlegung des Servicenetz beider Marken sowie deren Verschmelzung am Standort Ismaning. Bis 2016 hat Volvo große Ziele.

Volvo-Auslieferungen Oktober 2013 (Vergleich zum Vorjahresmonat)
Auslieferungen Vgl. Oktober 2012
Europa 9.655 +12 Prozent
Nordamerika 4.857 +47 Prozent
Südamerika 2.167 -6 Prozent
Asien 2.847 +3 Prozent
Sonstige Märkte 1.371 -11 Prozent
Gesamt 20.897 +13 Prozent

Der Volvo Konzern hatte 2013 zahlreiche Herausforderungen zu meistern: In Deutschland waren das unter anderem die Verschmelzung der beiden bislang getrennten Organisationen von Renault Trucks und Volvo Trucks am Volvo-Trucks-Standort Ismaning. Für die Kunden jedoch dürfte vielmehr entscheidend sein, dass auch das Servicenetz der beiden Marken zusammengelegt wurde. Volvo-Trucks-Betriebe werden nun auch Renault Trucks-Partner – und umgekehrt. „Dahinter steckt ein sehr hoher finanzieller und organisatorischer Aufwand für unsere Partner und uns“, berichtet Thomas Maurer, Geschäftsführer der Volvo Group Trucks Central Europe. So würden die investierenden neuen Händler viel Kapital in beide Marken stecken, um vor allem die geforderten hohen Qualitätsstandards der Volvo Group Trucks erfüllen zu können.

Nicht jeder Partner aber wollte das. Manch einer verzichtete daraufhin, weiterhin Servicepartner der beiden Marken zu sein. Von rund 200 addierten Renault- und Volvo Trucks-Servicebetrieben bleiben in Summe 142 über. Für beide Marken ergibt sich daraus im Jahr 2014 aber immer noch eine zusätzliche Marktabdeckung von plus 30 Prozent im Vergleich zu 2012. „Dieser Effekt ist durchaus erklärbar“, sagt Maurer. Einen Konkurrenzkampf zwischen den Werkstätten in den Regionen will er nämlich vermeiden. „Das Einzugsgebiet eines wirtschaftlich arbeitenden Servicebetriebs sollte groß genug sein“, sagt Maurer.

Volvo Trucks will 15 Prozent Marktanteil bis 2016

Die zweite große Herausforderung war die Einführung der Euro-6-Modellpalette bei beiden Marken. In kurzer Zeit war damit die vollständige Produktrange beider Marken runderneuert. Auch das stellt an das Wissen der Mannschaft hohe Anforderungen. Maurer legt große Hoffnungen in die neuen Fahrzeuge. „Vision 2016“ heißt das Ziel, das Maurer für Central Europe ausgegeben hat. Die neuen Modelle sollen dazu beitragen, den Marktanteil beider Marken in Deutschland bis 2016 insgesamt auf 15 Prozent zu steigern. Für Österreich und Schweiz peilt Maurer 18 beziehungsweise 26 Prozent an. Für das noch laufende Jahr 2013 prognostiziert Maurer für Volvo in Deutschland einen Anteil von 9,2 Prozent, für Renault 2,2 Prozent. „Die Lücke zu 15 Prozent ist noch groß“, kommentiert er. Zu wessen Lasten der Zugewinn gehen soll, will er nicht kommentieren. Nur so viel: „Ehrgeizige Ziele sind gut, sie motivieren uns jeden Morgen aufzustehen und die Arbeit anzupacken.“

Wie sich das kommende Jahr entwickelt, lässt sich laut dem Geschäftsführer nicht genau voraussagen. „Bei solchen kurzen Konjunkturzyklen lässt sich auf kaum mehr als drei Monate zuverlässig planen“, erklärt er. Sicher ist jedoch, dass die Einführungen der Abgasnorm Euro 6 zum Jahreswechsel einen starken Vorzieheffekt ausgelöst hat. „Der Prebuy-Effekt lastet aktuell die Produktion bei allen Herstellern aus“, sagt Maurer. Während der Effekt in Deutschland verhältnismäßig gering sei, wirkt er sich aber in Süd-, West und Osteuropa deutlich aus. „Solche zyklischen Ausschläge sind eine Herausforderung für jedes Werk!“, sagt er. Aktuell betrage bei Volvo der Anteil von Euro-6-Fahrzeugen etwa ein Drittel an der gesamten Menge. Stark machen will sich Maurer auch für ein besseres Angebot an aufgebauten Fahrzeugen ab Werk. Eine Herausforderung für das Jahr 2014.

Thomas Rosenberger lastauto omnibus Chefredakteur

Autor

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Thomas Rosenberger

Datum

17. Dezember 2013
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