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Fahrzeuge: Fiat Scudo Maxi - Servicemobil aus Italien

Dieser Kastenwagen will Fahrern die Arbeit so angenehm wie möglich machen. Die Konstrukteure haben dem Fiat Scudo einen Hut aufgesetzt, schon misst die Höhe des Laderaums 1,7 statt 1,39 Meter und das Ladevolumen sieben statt vier Kubikmeter. Es lässt sich obendrein im Frachtabteil fast aufrecht stehen. Aber in die meisten Tiefgaragen passt der Italiener nicht mehr. Rund 2,2 Meter sind zu viel, in der Regel ist bei höchstens 2,1 Meter Schluss. Dafür ist der Dreitonner ausgesprochen höflich, verneigt sich auf Knopfdruck vor dem Fahrer und lässt die Ladefläche um sieben auf
49 Zentimeter ab. Das erleichtert Einstieg und Beladen übers Heck.
Möglich macht das eine automatische Vollluftfederung an der Hinterachse mit Heben- und Senken-Funktion. Zudem gleicht die Anlage mögliche Schieflagen durch ungleichmäßig verteilte Ladung aus und bietet so Vorteile für die Fahrstabilität.

 

Und in Kurven hält sie den leicht untersteuernden Fronttriebler merklich stabiler in der Spur. Nicht ganz ausgleichen kann die Luftfeder allerdings eine gewisse Hecklastigkeit. Etwas mehr Traktion an der Vorderachse des für den Test gleichmäßig ausgeladenen Transporters wäre wünschenswert. Ohne Einschränkungen verbessert die Luftfederung den Fahrkomfort. Sie bügelt nahezu alle Bodenwellen glatt, der Rücken des Fahrers dankt es.

Die Motorleistung von 120 PS genügt, liefert  angemessene Werte für Elastizität und Beschleunigung. Trotz des lang übersetzten Sechsganggetriebes. So lässt sich Fiat auch voll beladen in der Stadt und über Land niedertourig fahren. Das wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus: Gute neun Liter sind trotz Hochdach für einen Dreitonner wahrlich nicht zu viel. Weniger Leistung sollte es aber auch nicht sein.
Ab 2.000 Touren liegt das maximale Drehmoment an, was Tempo 80 im fünften und 100 km/h im sechsten Gang entspricht. So lässt es sich angenehm reisen. Der Geräuschpegel hält sich für einen Kastenwagen mit geschlossener Trennwand und Hochdach im Rahmen.

 
 

Der Italiener ist zudem auch als Lastesel gelungen. Der Fahrer kann 1.100 Kilogramm zuladen. Dabei lässt sich der Laderaum gut nutzen. Zwar laufen die Seitenwände zum Dach hin etwas aufeinander zu, doch Innenausbauten nutzen vor allem die unteren Wandbereiche.
Dagegen stört beim seitlichen Beladen die weit in den Laderaum ausgestellte Trennwand. Ohnehin ist die Schiebetür vergleichsweise schmal. Praktisch dagegen: die zum Laderaum hin offene Ablage über der Kabine. Zudem verlängert darunter ein mittig platziertes Fach die Ladefläche. Wie Rohre, Leitern und Ähnliches letztendlich aber unterm Hochdach zu sichern sind, bleibt offen. Geeignete Ösen für Gurte finden sich dort jedenfalls nicht.

Einen guten Eindruck hinterlässt die Kabine. Kritik gibt es nur an den nicht in jedem Fall praxisgerechten Ablagen. Die geschlossenen Fächer in der Dachgalerie verlieren zwar nichts, taugen aber während der Fahrt nicht dazu, schnell etwas herauszuziehen. Ein Fach für Dokumente auf dem Armaturenträger anstelle der Schalen, in denen nur alles herumfliegt, wäre nützlicher.

 
 

Datum

27. November 2008
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