Leitplanken werden erneuert 11 Bilder Zoom

Lkw-Unfälle: Neue Leitplanken für mehr Verkehrssicherheit

Das Land Baden-Württemberg will die Verkehrssicherheit voran treiben und schweren Lkw-Unfällen vorbeugen. Es lässt daher alte Mittelleitplanken durch moderne Schutzsysteme ersetzen. Sie sollen verhindern, dass Lkw bei Unfällen auf die Fahrbahnen der Gegenrichtung abkommen.

Die Stabilisierung der Leitplanken sei eine von mehreren Maßnahmen des Verkehrssicherheitskonzepts der grün-roten Landesregierung, sagte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Dienstag vor Journalisten an der A 8 auf Höhe des Stuttgarter Flughafens.

Weitere Maßnahmen sind zum Beispiel das Verlängern von Einfädelspuren auf Autobahnen oder sogenannte Falschfahrer-Warnungen an den Einfahrten. „Wir haben festgestellt, dass es zu schwersten Unfällen kommt, wenn Lkw die Mittelleitplanke durchbrechen und auf der gegenüber liegenden Fahrbahn Autofahrer in den Tod reißen“, sagte Hermann. Dem wolle sein Haus vorbeugen – auch im Rahmen der Vision Zero, die das Ziel von null Verkehrstoten verfolgt.

Unfallschwerpunkte im Fokus der Neubaumaßnahmen

Das Ministerium hat sich zunächst für die Strecken entschieden, an denen es in den vergangenen Jahren besonders häufig gekracht hat. Diesen Schritt geht das Land entlang der unfallträchtigen A 8 freiwillig. Bei Neubaumaßnahmen von Straßen dagegen sind die Länder durch eine Richtlinie seit 2011 ohnehin gehalten, nur die modernsten Schutzsysteme zu verbauen.
 
Baden-Württemberg lässt sich den freiwilligen Austausch von Schutzsystemen auf rund 80 Kilometern rund 18 Millionen Euro kosten. Mit 25 Millionen Euro schlägt der Aufbau von Schutzsystemen an Neu- und Ausbaustrecken zu Buche, wo das Land aufgrund der Richtlinie zum Austausch verpflichtet ist.

Die moderneren Stahlsysteme zeichnen sich durch eine steifere Konstruktion sowie tiefer in den Boden eingelassene Träger aus. Diese Pfosten stehen auch näher beieinander als bisher, was die Gefahr reduziert, dass sie bei einem Crash aus der Verankerung gerissen werden. Sofern nicht nachgebessert wird, sondern ein kompletter Straßenneu- oder -ausbau ansteht, entscheidet sich das Land nicht für Leitplanken aus Stahl, sondern für Schutzwände aus Beton. Sie gelten als besonders wartungsarm und langlebig.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

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Andreas Techel

Datum

20. August 2013
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