Zoom

Fahrzeuge: TÜV-Gutachten stellt dem Voith Retarder ein gutes Zeugnis aus

Mit Retarder lässt sich Kraftstoff sparen. Was Betreiber von Nutzfahrzeugen mit eingebautem Voith Retarder aus eigener Erfahrung und aus Messungen des Herstellers bereits wussten, hat ein neutrales Gutachten bestätigt: Mit dem Retarder kann Kraftstoff gespart werden. Das geht aus Verbrauchsmessungen im praktischen Fahrversuch hervor, die der TÜV SÜD Automotive überwacht und geprüft hat.

Sicherheit, Bremsleistung und die Schonung der Betriebsbremse rangieren bei Fuhrparkleitern an erster Stelle - das haben die Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsanalyse 2009 gezeigt. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an ein verschleißfreies Dauerbremssystem. In der Gesamtzufriedenheit liegt der Voith Retarder ganz vorn und deutlich vor der Motorbremse. Ein kritischer Punkt war bislang aber die Annahme, ein Retarder bedeute auch höheren Kraftstoffverbrauch. So gibt es immer wieder Diskussionen über Kraftstoffmehrverbrauch, obwohl Nutzfahrzeughersteller und Spediteure darauf hinweisen, dass sich der technisch bedingte Mehrverbrauch in der Praxis durch Anpassung der Fahrweise kompensiert oder sich sogar ein geringerer Verbrauch einstellt. Vorversuche von Voith Turbo haben diese Hypothese bereits mehrfach bestätigt und führten jüngst zu einer Versuchsmessung mit dem TÜV SÜD Automotive, dem unabhängigen Gutachter der Automobil- und Zulieferindustrie. Die Teststrecke für den Fahrversuch führte durch den Großraum Trier, auf den Autobahnen A1 und A62 zwischen Wittlich und Kusel. Rund 185 Kilometer betrug die Strecke mit Höhenunterschieden von 140 bis 560 Meter, die von Journalisten und Nutzfahrzeugherstellern gerne für Fahrzeugtests genutzt wird. Das Versuchsdesign: Acht überparteiliche Berufskraftfahrer und Profitrainer lenkten die Versuchsfahrzeuge. Jeder Fahrer befuhr die Strecke dreimal mit zwei Fahrzeugen - mit und ohne Retarder. Bei ausgebautem Retarder wurden das Aggregatgewicht sowie die unterschiedlichen Körpergewichte der Fahrer durch entsprechende Zuladung kompensiert. Tatsächlich wurden 99 dieser Fahrten ausgewertet (49 mit Retarder und 50 ohne Retarder) und der Kraftstoffverbrauch über eine Massendif-ferenzierungsmessung nach jeder Testfahrt ermittelt. Dazu wurde der Tank komplett entleert, die Restmenge im Befüllungstank erneut gewogen und die Messwerte zusammen mit Wetter- bzw. Temperaturbedingungen sowie Streckenbesonderheiten protokolliert. Die Auswertung der Daten ergab, dass der Retarder in Verbindung mit automati-siertem Getriebe zu einem Minderverbrauch von ca. 0,3 kg/100 km führt, das entspricht 0,33 Liter Dieselkraftstoff pro 100 Kilometer.  Bei einer Laufleistung von 180 000 km /Jahr sind das Einsparungen von immerhin 594 Litern und ca.   612 € (Dieselkraftstoffpreis 1,03 €/l) pro Jahr. Die Einsparungseffekte mit automatisiertem Getriebe sind höher als in Verbindung mit einem manuellen Schaltgetriebe. Das zeigt auch der Trend zum automatisierten Schaltgetriebe. So bietet Mercedes-Benz das PowerShift-Getriebe bereits als Standardausstattung an. Größter Einflussfaktor ist jedoch der Fahrer. Durch seine Fahrweise kann es bis zu 12 Prozent mehr Kraftstoffverbrauch kommen. Die Gründe für die Einsparung mit Voith Retarder sind vorausschauende Fahrweise, gleichmäßigere Geschwindigkeitsprofile, niedrigere mittlere Motordrehzahlen und weniger Gangwechsel. Rechnet man zu der Kraftstoffeinsparung von 612 Euro zusätzlich eine komplette Bremserneuerung der Sattelzugmaschine (Bremsklötze/-scheiben) von 2 600 Euro und nur eine Bremserneuerung des Aufliegers (Bremsklötze) von 1 115 Euro, so amortisiert sich die Anschaffung eines Voith Retarder bereits im ersten Jahr.

Datum

10. September 2009
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.