Schlafen ohne Steuersorgen Zoom

Fahrzeuge: Schlafen ohne Steuersorgen

Arbeitnehmer, wie etwa Berufskraftfahrer, die beruflich viel unterwegs sind, können sich die Kosten für Logis im Ausland von ihrem Unternehmen ersetzen lassen. Der Fiskus hingegen geht leer aus. das entscheid das hessische Finanzgericht in Kassel. Die Pauschalen dürften daher nicht dem steuerpflichtigen Arbeitslohn zugerechnet werden. Voraussetzung ist nach dem Richterspruch allerdings, dass auch tatsächlich Kosten in der entsprechenden Größenordnung angefallen sind (AZ: 11 K 1498/05). Das Gericht gab mit seinem Urteil einem Lastkraftwagenfahrer recht. Das zuständige Finanzamt hatte Übernachtungspauschalen, die der Arbeitgeber bezahlt hatte, dem steuerpflichtigen Lohn unterworfen. Zur Begründung hatte die Behörde geltend gemacht, bei seinen Reisen ins Ausland habe der Kläger in der Schlafkajüte seines Wagens übernachten können. Da mithin kein entsprechender Aufwand angefallen sei, müssten die trotzdem gezahlten Übernachtungspauschalen als „versteckter“ Lohn gewertet werden. Der Kläger behauptete jedoch, er habe nicht im Lastwagen übernachtet. Das Finanzgericht glaubte ihm, machte jedoch deutlich, dass ein Arbeitnehmer sich dann Nachforschungen des Finanzamts gefallen lassen muss, wenn der Verdacht bestehe, dass erstatteter Aufwand gar nicht angefallen sei. In diesem Fall habe der Kläger jedoch glaubhaft dargelegt, nicht im Lkw übernachtet zu haben.

Datum

21. Juli 2009
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