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Bau und Bergbau: Scania präsentiert umfangreiches Angebot

Zur Bauma präsentierte Scania die Streamline-Kabine dem breiten Publikum sowie einen robusten Fünfachser für die Arbeit im Bergbau.

Scania präsentierte zur Messe Bauma das umfangreiche Programm an Fahrzeugen für den Offroad-Bereich, erstmals einschließlich des neuen Geschäftsbereiches Mining. Eine Premiere war auch der erste öffentliche Auftritt für die aerodynamisch optimierte Streamline-Kabine. Diese Variante mit weicheren Radien um die A-Säulen und einer ebenfalls aerodynamisch optimierten Sonnenblende ist für die mittelgroßen beziehungsweise großen Kabinen der G- und R-Baureihen zu haben und soll den Spritverbrauch des Fahrzeugs senken. Hinzu kommen hier neue Hauptscheinwerfer mit gleichermaßen neuen Einfassungen, die LED-Blinker und Tagfahrlich umfassen. Der Hauptscheinwerfer ist wahlweise mit H4- und H7-Halogen-Glühlampen oder Xenon-Leuchtmitteln zu haben.

Erster Auftritt für die Streamline-Kabine

Demonstrativ parkte ein Scania G 490 8x4 mit Streamline-Fahrerhaus in markantem Ocean Blue-Metallic lackiert auf dem Stand von Scania. Auf dem neuesten Stand präsentierte sich auch der Antriebsstrang einschließlich des Euro-6-konformen 490-PS-Triebwerks mit 13 Liter Hubraum. Hinzu kommen bei diesem Scania G mit 24-Tonnen-Hakengerät von Joab für die Aufnahme von Abrollbehältern die automatisierte Schaltung Opticruise sowie der Scania-eigene Retarder. Die neun Tonnen schwere Vorderachse ist genauso luftgefedert wie das 28-Tonnen-Doppelachsaggregat plus hydraulisch gelenkter Nachlaufachse. Als einen der leichtesten Neun-Kubik-Betonmischer (Aufbau von Stetter) verkauft Scania den 8x4-Vierachser mit kompakter, mittellanger P-Kabine und 400-PS-Antrieb in Euro 5 nur durch Abgasrückführung (AGR). Die beiden Vorderachsen stemmen hier jeweils 7,1-Tonnen, das Hinterachsaggregat 21 Tonnen. Von einer Einzelbereifung an der Hinterachse, wie sie Mercedes für den extra leichten Loader-Betonmischer auf Basis Arocs anbietet, sehen die Schweden nach eigenen Angaben aus Soliditätsgründen ab. Der direkte Vergleich mit dem Arocs hinkt freilich ein wenig, da der in Euro 6 zu haben ist sowie mit der schwereren Abgasnachbehandlung aus AGR und SCR-Kat.

Überbreiter fünfachsiger Kohlekipper für den Bergbau

Dass Scania nicht nur auf dem Bau zu Hause ist, sondern auch gute Geschäfte im Bergbau macht, davon zeugt ein besonders robust ausgeführter fünfachsiger Scania R 500 10x4 – mit 500 PS starkem V8 (2.400 Nm Drehmoment) und noch in Euro 3, weil für Märkte in Russland, Südafrika und Asien gemacht. Hinzu kommt auch hier das automatisierte Getriebe Opticruise mit 12 plus 2 Gängen einschließlich Overdrive sowie ein integrierter Retarder. Der Fünfachser soll sich als Kohlekipper im Bergbau verdingen und bis zu 46 Tonnen Nutzlast im 34-Kubik-Behälter befördern. Die fünf Achsen bei 5.500 Millimeter Radstand setzen sich zusammen aus zwei gelenkten Neun-Tonnen-Vorderachsen mit Parabel-Blattfedern sowie zwei angetriebenen 16-Tonnen-Achsen hinten plus eine luftgefederte Nachlaufachse mit 13 Tonnen Tragkraft. Besonders auffällig ist die extra breite Zwillingsbereifung hinten, die weit über die eigentliche Fahrzeugbreite auf insgesamt 3,7 Meter herauskragt.

Schwerlastfahrzeuge in Serie

Stolz verweist Scania auch auf seine Schwerlastfahrzeuge aus der Serienfertigung. Sonderteile kommen hier nur ganz bedingt zum Einsatz. Genutzt wird vielmehr, was der Baukasten ab Werk hergibt, auch wenn man mit Laxa Special Vehicles einen kundigen externen Partner für die Anfertigung von Sonderfahrzeugen hat. Der übernimmt bei diesem Fahrzeug allein den Aufbau der Schwerlastausrüstung in einem Gestell an der Kabinenrückwand. Die vierachsige Schwerlast-Sattelzugmaschine R 730 8x4 (730 PS, 3.500 Nm Drehmoment) eignet sich laut Hersteller von Zuggewichte bis 180 Tonnen, in Spezialfällen, etwa bei maximal drei Prozent Steigung seien gar 250 Tonnen möglich. Zum Einsatz kommt – anders als oft beim Wettbewerb, der mit speziellen Getrieben oder Turbokupplung arbeitet – das serienmäßige 12+2-Opticruise-Getriebe mit Overdrive mit gleichermaßen serienmäßiger automatisierter Schaltung und Kupplung sowie Scania Retarder. Der 8x4 umfasst zwei Neuntonnen-Lenkachsen sowie ein 26-Tonnen-Doppelachsaggregat hinten. Die Serienteile sollen Service und Wartung erleichtern. Viele weitere Achskonfigurationen sind verfügbar.

Neuer Geschäftsbereich Scania Mining

Das Angebot rund um den Bergbau ergänzen die Schweden mit dem Field Workshop, einer transportfähigen Werkstatt für den Service an Lkw und Maschinen. Hierbei lässt sich aus acht einzelnen Containermodulen der Servicebetrieb an abgelegenen Orten aufbauen. Speziell ist auch der Mannschaftstransporter auf einem Lkw-Fahrgestell. Neu sind die Scania Gensets – Generatoren für die Stromversorgung mit einer Leistung von 250 bis 600 Kilovolt-Ampere (kVA) bei 50 Hertz (Hz) oder 280 bis 665 kVA bei 60 Hz. Beide Produkte gehören sowie spezielle Angebote im Bereich Einbaumotoren, Personaltransporte und Wartungsprogramme zum neuen Geschäftsbereich Mining.

Thomas Rosenberger lastauto omnibus Chefredakteur

Autor

Foto

Scania

Datum

23. April 2013
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