SCT/Mannol reagiert auf Basisöl-Krise

SCT/Mannol reagiert auf Basisöl-Krise
SCT/Mannol warnt vor Basisöl-Knappheit

Die angespannte Lage an der Straße von Hormus belastet den Markt für Basis-Öle. SCT/Mannol setzt daher auf Vorratshaltung und strategische Einkaufsplanung. Die Hintergründe zur Strategie.

SCT/MANNOL begegnet den Auswirkungen der Situation an der Straße von Hormus
Foto: SCT/MANNOL

Die Lage rund um die Straße von Hormus sorgt weiterhin für erhebliche Verwerfungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Besonders betroffen ist aktuell der Markt für Basis-Öle, die für die Herstellung von Schmierstoffen und Motorölen unverzichtbar sind. SCT/Mannol reagiert nach eigenen Angaben mit einer strategischen Einkaufs- und Lagerplanung auf die angespannte Situation und will die Lieferfähigkeit für Händler und Endkunden sichern.

Das Unternehmen mit Sitz in Wedel spricht von deutlich steigenden Kosten und längeren Lieferzeiten. Preissteigerungen bei Schmierstoffen seien daher aktuell nicht zu vermeiden.

Straße von Hormus beeinflusst weltweite Lieferketten

Die Auswirkungen des anhaltenden Konflikts in der Region um die Straße von Hormus treffen laut Mannol zunehmend auch europäische Märkte. Beschädigte Raffinerien, gestörte Lieferketten und hohe Energiekosten verschärfen die Versorgungslage bei Basis-Ölen.

Diese Öle werden unter anderem benötigt für:

  • Motoröle und Schmierstoffe
  • Erstbefüllungen von Neufahrzeugen
  • Nutzfahrzeuge und Logistikflotten
  • Bus- und ÖPNV-Verkehre

Nach Einschätzung des Unternehmens könnte die eingeschränkte Verfügbarkeit langfristig sogar die Produktion von Verbrennerfahrzeugen beeinträchtigen.

SCT/Mannol setzt auf strategische Einkaufsplanung

Um Engpässe abzufedern, setzt Mannol nach eigenen Angaben auf frühzeitige Disposition und umfangreiche Bestandsplanung. Ziel sei es, den Warenzufluss in den kommenden Monaten stabil zu halten.

Das Unternehmen betont, auch unter schwierigen Marktbedingungen ein verlässlicher Partner für Händler und Werkstätten bleiben zu wollen.

GTL-Öle werden knapp – HC-Öle verteuern sich deutlich

Besonders problematisch ist derzeit die eingeschränkte Verfügbarkeit sogenannter GTL-Öle (Gas-to-Liquid-Öle), die bislang verstärkt in der Schmierstoffproduktion eingesetzt wurden.

Durch die Ausfälle in der Hormus-Region greifen Hersteller zunehmend auf HC-Öle als Ersatz zurück. Dadurch steigen auch dort die Preise massiv an. Laut SCT/Mannol seien Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent zu beobachten.

Lieferzeiten verlängern sich deutlich

Zusätzlich sorgen gestörte Transportwege für längere Lieferzeiten bei wichtigen Komponenten für die Schmierstoffproduktion. Aktuell liegt die durchschnittliche Lieferzeit laut Unternehmen bei rund sechs Wochen.

Da sich die Einkaufspreise an den aktuellen Marktpreisen zum Zeitpunkt der Anlieferung orientieren, seien Preisanpassungen bei Endprodukten unausweichlich.

Versorgungssicherheit bleibt oberstes Ziel

Trotz der angespannten Marktlage will der Schmierstoffexperte an einer stabilen Versorgung festhalten. Das Unternehmen sieht die aktuelle Strategie als wichtigen Beitrag für Stabilität und Planungssicherheit im europäischen Schmierstoffmarkt.

SCT/Mannol wolle damit bewusst ein Zeichen für Kontinuität und Versorgungssicherheit in einem zunehmend volatilen Marktumfeld setzen.