MAHA und die Hochschule Kempten starten mit dem Forschungsprojekt MAHALO ihr erstes gemeinsames Vorhaben im Rahmen ihrer bestehenden Kooperation. Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer Verfahren zur Lokalisierung und Positionsbestimmung für moderne Fahrzeugprüf- und Messsysteme.
Das auf zwölf Monate angelegte Projekt hat ein Volumen von rund 160.000 Euro und soll die technologische Grundlage für zukünftige Generationen von Fahrzeugprüfständen, Achsvermessungssystemen und automatisierten Werkstattlösungen schaffen.
Schlüsseltechnologie für Fahrzeugprüfung und Werkstatt der Zukunft
Im Mittelpunkt von MAHALO steht die präzise Ermittlung von Position und räumlicher Orientierung eines Fahrzeugs oder Prüfsystems. Solche Verfahren spielen unter anderem bei der Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen, der Achsvermessung sowie bei automatisierten Prüfprozessen eine zentrale Rolle.
Das Forschungsteam untersucht neue Ansätze, um bestehende Verfahren wirtschaftlicher und gleichzeitig leistungsfähiger zu gestalten.
Weiterentwicklung des MAHA-Prototyps MAIA
Ausgangspunkt des Projekts ist MAIA, ein von MAHA entwickelter Forschungsprototyp für die automatisierte Fahrzeugvermessung.
Bislang basiert die Positionsbestimmung des Systems auf vergleichsweise kostenintensiver Hardware und zusätzlichen Kalibriermessungen. Das erschwert den Einsatz außerhalb von Forschungsumgebungen.
MAHALO soll deshalb alternative Verfahren entwickeln, die eine zuverlässige Positions- und Orientierungserfassung ohne aufwendige Kalibrierung ermöglichen. Die Ergebnisse sollen direkt in die Weiterentwicklung von MAIA und zukünftige Produktgenerationen einfließen.
Forschung und Industrie arbeiten gemeinsam an neuen Lösungen
Das Projekt läuft von September 2026 bis August 2027. Auf Seiten von MAHA verantwortet Markus Schmid, Leiter Forschung der MAHA Group, das Vorhaben. Wissenschaftlicher Leiter auf Hochschulseite ist Prof. Dr. Bernd Pinzer vom Institut für Maschinelles Sehen (IMS) der Hochschule Kempten.
Die Zusammenarbeit soll den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie stärken und gleichzeitig Studierenden die Mitarbeit an praxisnahen Entwicklungsprojekten ermöglichen. Bonus: Gleichzeitig stärkt das den Forschungsstandort Allgäu.
Automatisierung erhöht Anforderungen an Messgenauigkeit
Mit zunehmender Digitalisierung und Automatisierung in Werkstätten und Prüfstellen wächst die Bedeutung präziser Lokalisierungs- und Messverfahren.
Neben der Fahrzeugvermessung profitieren künftig auch Fahrerassistenzsysteme, automatisierte Prüfabläufe und intelligente Werkstattsysteme von verbesserten Verfahren zur Positionsbestimmung.
Damit gehört die Lokalisierungstechnik zu den zentralen Zukunftsfeldern der modernen Fahrzeugdiagnose und Prüftechnik.






