D-Tec - Pressetag 20171005 5 Bilder Zoom
Foto: Joachim Geiger

Agrartechnik

D-Tec steigt ins Kippersegment ein

In der Agrartechnik ist D-Tec mit seinen Tankern eine feste Größe. Jetzt hat der Hersteller erstmals einen Kipper auf die Räder gestellt. Der Dreiachser wartet mit guten Anlagen auf – Rahmen und Lenkung stammen aus dem Baukasten von D-Tec.

Auch in der Agrartechnik sind die Ansprüche an neue Fahrzeugkonzepte enorm hoch. Gefragt sind geringes Leergewicht, jede Menge Ladekapazität und eine gute Performance beim Ritt über Stock, Stein und Acker. Letzteres bitte schön ohne große Flurschäden und zu günstigen Betriebskosten. Das alles sind typische Vorgaben für den brandneuen Dreiachs-Kipper, den der zur niederländischen Vlastuin Gruppe gehörende Hersteller D-Tec im November auf der Agritechnica in Hannover vorgestellt hat. Damit steht den renommierten Tankaufliegern des Fahrzeugbauers aus Kesteren bei Arnheim jetzt eine neue Fahrzeuggattung zur Seite, die das Portfolio in den Sparten Landwirtschaft und Entsorgung auf eine breitere Grundlage stellen soll. Der Name ist Programm: "Flexliner" nennt D-Tec den Kipper. Ausgestattet mit Stahlmulde und Zwangslenkung, soll das Fahrzeug in den Niederlanden und in Europa Karriere machen.

Komponenten kommen aus dem Technik-Baukasten

Die Chancen dafür stehen gut. Seit einem Jahr sind zwei Prototypen mit 47 Kubikmeter großen Halbschalenmulden aus verschleißfestem Hardox-Stahl bei Landwirten im Rahmen eines Feldversuchs auf Achse. Das Feedback zeigt, dass der Flexliner bei dieser Klientel eine Nachfrage bedienen könnte. Auch die Weichen für eine erfolgreiche Produktion sind bereits gestellt. Zum einen hat D-Tec als Hersteller von Tanktrailern und Containerchassis sowie als Nutzfahrzeug-Zulieferer viel Know-how im Umgang mit dem Werkstoff Stahl. Dazu kommt, dass die Gelderländer vor zwei Jahren eine leistungsstarke Roboterschweißanlage installiert haben. Mindestens ebenso wichtig wie die Infrastruktur ist jedoch das Konzept für den Flexliner. D-Tec baut den Kipper nämlich im Wesentlichen mit Komponenten aus dem Technik-Baukasten auf. Die Schlüsselrolle spielen dabei die Tankauflieger, die das Fahrwerk und das Lenksystem beisteuern.

Das Rückgrat des Flexliners bildet ein Kastenrahmen aus hochfestem Feinkornstahl, der an der Unterseite zur optimalen Aufnahme von Torsionskräften und Zugspannungen verstärkt ist. Rund acht Stunden dauert es, bis das Bauteil mit allen Anbauteilen komplett geschweißt ist. Lohn der Arbeit ist ein leichter Zentralrahmen, der laut Hersteller im Vergleich zum klassischen Zweileiterrahmen zehnmal so viele Torsionskräfte aushalten kann. Ebenfalls ein Vorteil: Das verwindungssteife Fahrgestell des Flexliners soll das Risiko reduzieren, dass der Kipper mit aufgestellter Mulde infolge von Seitenwind und klebender Ladung zur Seite kippen könnte.

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FERNFAHRER Lastauto Omnibus trans aktuell
Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 01-02/2018.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

Datum

30. Januar 2018
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