Das Statistisches Bundesamt hat für das Jahr 2025 nach vorläufigen Ergebnissen 2.814 Verkehrstote gemeldet. Damit liegt die Zahl über dem Vorjahreswert von 2.770. Auch im Vergleich zu 2023 und 2022 zeigt sich kein nachhaltiger Rückgang. Nach Einschätzung des Deutscher Verkehrssicherheitsrat besteht insbesondere auf Landstraßen ein erhöhtes Risiko. Dort ereignen sich nach Angaben des DVR die meisten tödlichen Verkehrsunfälle. Der Verband sieht Bund und Länder in der Verantwortung, wirksame Maßnahmen umzusetzen.
Tempo auf Landstraßen senken
Um die Zahl der Todesopfer zu reduzieren, fordert der DVR eine Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Auf Landstraßen mit einer Fahrbahnbreite bis sechs Meter soll Tempo 80 gelten, an Kreuzungen und Einmündungen Tempo 70. Tempolimits seien ein wirksames Mittel zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Handyverstöße stärker kontrollieren
Vor dem Hintergrund steigender Unfallzahlen empfiehlt der DVR zudem, Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer konsequenter zu überwachen. Der Einsatz sogenannter Handy-Blitzer soll ausgeweitet werden. Ziel ist eine flächendeckende Kontrolle auf Grundlage einheitlicher rechtlicher Regelungen. Unterstützung kommt vom Deutscher Verkehrsgerichtstag, der sich der DVR-Forderung nach einer bundeseinheitlichen Rechtsgrundlage für den Einsatz solcher Überwachungssysteme angeschlossen hat.
Unfallhäufungsstellen gezielt entschärfen
Darüber hinaus ruft der DVR Bund, Länder und Kommunen auf, bekannte Unfallhäufungsstellen schneller zu entschärfen. Finanzmittel aus Bundes- und Landesprogrammen sollen gezielt für bauliche Maßnahmen eingesetzt werden. Genannt werden unter anderem angepasste Kurvenführungen, bessere Sichtverhältnisse, zusätzliche Abbiegespuren sowie optimierte Markierungen und Ampelschaltungen.
Bund als zentraler Akteur
Grundlage bleibt das Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung für den Zeitraum 2021 bis 2030. Darin ist der Bund als zentraler Akteur vorgesehen, der Maßnahmen koordiniert und negative Trends im Unfallgeschehen stoppen soll. Der DVR kündigt an, das Bundesministerium für Verkehr dabei beratend zu begleiten.





