Die BG Verkehr nannte die Zahlen beim Fachgespräch „Arbeit, Wege, Sicherheit“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Dresden. Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer waren mit 48 Prozent am häufigsten an tödlichen Unfällen beteiligt, Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer folgten mit 23 Prozent. Die Zahl der meldepflichtigen berufsbedingten Verkehrsunfälle sank bundesweit von 130.867 im Jahr 2023 auf 123.601 im Jahr 2025. Die Zahl der berufsbedingt im Verkehr Getöteten stieg dagegen von 282 über 288 auf 298.
Schwere Verkehrsunfälle und ihre häufigsten Ursachen
Zu den häufigsten Ursachen schwerer und tödlicher Unfälle insgesamt zählen laut BG Verkehr das Abkommen von der Fahrbahn, Auffahrunfälle sowie Zusammenstöße mit kreuzenden und abbiegenden Fahrzeugen. Auch die Zahl der schweren Verletzungen schwankte im Berichtszeitraum: 2023 erhielten 2.944 Menschen nach einem berufsbedingten Verkehrsunfall eine Unfallrente, 2024 waren es 2.743 und 2025 insgesamt 2.958.
BG Verkehr nennt Regeln für sicheres Fahren
Die BG Verkehr empfiehlt, die Geschwindigkeit an Verkehrs-, Wetter- und Straßenverhältnisse anzupassen und Assistenzsysteme eingeschaltet zu lassen. Fahrerinnen und Fahrer sollten Ablenkung vermeiden, besonders durch das Handy. Bei Müdigkeit helfen rechtzeitige Pausen. Nach Alkohol- oder Drogenkonsum sowie nach der Einnahme von Medikamenten, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, sollten Fahrerinnen und Fahrer nicht am Verkehr teilnehmen. Vor dem Abbiegen und einem Spurwechsel empfiehlt die BG Verkehr den Schulterblick.
Speditionen können Fahrsicherheit fördern
Unternehmen sollten nach Empfehlung der BG Verkehr Fahrsicherheitstrainings ermöglichen und fördern. Erfahrene Fahrerinnen und Fahrer können in Fahrzeugflotten als sogenannte Masterdriver zu Schulungszwecken eingesetzt werden. Nach Unfällen rät die BG Verkehr zu Gesprächen mit den verunglückten Beschäftigten. Zudem sollten Betriebe Schutzausrüstung bereitstellen und die Unterstützung der Unfallversicherungsträger nutzen. Als Beispiele für Schutzausrüstung nennt die BG Verkehr Fahrradhelme und Warnwesten.
Fazit
Berufsbedingte Verkehrsunfälle: weniger Fälle, mehr Tote
Von 2023 bis 2025 sank die Zahl der meldepflichtigen berufsbedingten Verkehrsunfälle von 130.867 auf 123.601. Gleichzeitig stieg die Zahl der berufsbedingt im Verkehr Getöteten auf 298. Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer waren mit 23 Prozent an tödlichen Unfällen beteiligt. Die BG Verkehr empfiehlt Speditionen unter anderem Fahrsicherheitstrainings, Masterdriver und Unfallgespräche.





