Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik veröffentlicht halbjährlich die aktuellen Zahlen des deutschen Stückgutmarkts. In der ersten Jahreshälfte 2026 sind die sendungsbezogenen Kosten demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 4,7 Prozent gestiegen.
Personalkosten treiben den Kostenanstieg
Vor allem gestiegene Personalkosten – um durchschnittlich 6,2 Prozent – haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Sie stellen mit einem Anteil von 50,7 Prozent weiterhin den größten Kostenblock. Als Ursache nennt der DSLV hohe Tarif- und Gehaltsabschlüsse.
Konflikt an der Straße von Hormus erhöht Treibstoffpreise
Die Entwicklung der Treibstoff- und Energiekosten prägte ebenfalls. Im März stiegen die Treibstoffpreise infolge des militärischen Konflikts an der Straße von Hormus sprunghaft an. Der Kostenanstieg beträgt 10,7 Prozent für das gesamte erste Halbjahr.
Trotz des vergleichsweisen geringen Anteils von zehn Prozent an den durchschnittlichen Prozesskosten im Sammelladungs- und Stückgutgeschäft sei die Entwicklung für den Gesamtindex relevant.
Mautkosten blieben stabil
Sachkosten haben mit einem Anstieg von 1,8 Prozent ebenfalls ihren Anteil an den hohen Gesamtkosten. Die Mautkosten blieben im Vergleich zu den Vorjahreswerten weitgehend stabil.
Die Materialkosten für Ladehilfsmittel und der wachsende Aufwand für das Palettentauschverfahren gehören zum Posten Handlingskosten – sie werden als Teil des Gesamtindex gesondert ausgewiesen. Hier kam es zu einem Anstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Ein knappes Drittel kommt auf den Anstieg der Beschaffungskosten für Paletten um durchschnittlich 27,3 Prozent. Im Teilindex werde nach Anteil und Wertigkeit der Paletten gewichtet.
85 Depots und 15,9 Millionen Sendungen ausgewertet
Grundlage des DSLV-Kostenindex Stückgut ist die wissenschaftliche Auswertung des Beratungsunternehmens Forlogic. In sie fließen die Daten von zwölf Stückgutnetzen und Systemlogistikern mit insgesamt 85 Depots und 15,9 Millionen Sendungen ein.






