Krone: Umsatz 2024/25 bei 2,3 Mrd. Euro

Krone Umsatz 2024/2025 bricht weiter ein
Investitionen in eTrailer, KI und Automatisierung

Krone erzielt 2024/2025 rund 2,3 Mrd. Euro Umsatz (Vorjahr: 2,4). Im Nutzfahrzeuggeschäft investiert der Trailerhersteller in eTrailer, KI-Leitstand und Automatisierung. Reicht das für die Trendwende?

Leuchten mit Glühlampen haben am Trailer ausgedient, LED ist der Standard. Sowohl Kosten- als auch funktionale Vorteile sprechen für sie. Im Schadensfall ist auch der Tausch einer LED-Einheit leicht zu bewerkstelligen. Fahrzeugbauer und Lichtspezialisten sehen künftig noch viel Potenzial.
Foto: Krone

Die Krone Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt – nach 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr (2023/2024). Damit setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort: Im Geschäftsjahr 2023/2024 war der Umsatz bereits von 3,2 auf knapp 2,4 Milliarden Euro gefallen.

So will Krone das Nutzfahrzeuggeschäft stabilisieren

Krone führt die weiterhin spürbare Kaufzurückhaltung im Nutzfahrzeug- und Landtechnikmarkt unter anderem auf politische Unsicherheiten, Kriege und Handelshemmnisse zurück. Für die Leser aus Transport und Logistik ist vor allem relevant: Krone will die Stabilität im Nutzfahrzeuggeschäft über mehr Flexibilität in der Produktion sowie den Ausbau von Digitalisierung und Automatisierung absichern.

Nutzfahrzeuge: eTrailer-Linie, KI-Leitstand, neue Montagehalle

Als Meilensteine nennt Krone unter anderem:

  • Eine zusätzliche Fertigungslinie im Fahrzeugwerk Werlte für eTrailer (Trailer mit elektrifizierter Antriebsachse).
  • Den Start einer KI-gestützten Leitstandlösung in der Komponentenfertigung für Kühlauflieger am Standort Lübtheen.
  • Den Aufbau einer eigenen Bremsbackenproduktion bei Gigant in Dinklage.
  • Den Bau einer neuen Montagehalle am GTS-Standort Ibbenbüren.

Zum Gewinn/Verlust macht Krone keine Angaben.

eTrailer als Hebel für Dekarbonisierung im Straßengüterverkehr

Mit Blick auf die Transformation im Transportmarkt spielen eTrailer-Konzepte eine wachsende Rolle. Krone verweist bei elektrifizierten Trailern auf eine Reduktion von Dieselverbrauch und CO₂-Emissionen im Zugbetrieb um 20 bis 40 Prozent – möglich durch eine eAchse, die den Antrieb unterstützt und Bremsenergie rekuperiert. Für Flotten kann das, je nach Einsatzprofil, ein Baustein sein, um Emissionen zu senken, ohne sofort jede Zugmaschine zu ersetzen.

Ausblick: Umsatz auf Vorjahresniveau – leichte Erholung erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Gruppe einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Mittelfristig rechnet Krone mit einer Marktbelebung und verweist dabei auf eine leichte Erholung sowie auf eine Belebung einzelner europäischer Nutzfahrzeugmärkte (unter anderem Belgien, Dänemark, Estland). Die offene Frage: Reicht der Mix aus Automatisierung, KI und eTrailer-Produktion, um im Nutzfahrzeugsegment wieder auf Wachstumskurs zu drehen? Oder bleibt 2026 vor allem ein Jahr der Stabilisierung?

In Kürze: die Key Facts

  • Unternehmen: Krone Gruppe (Landtechnik & Nutzfahrzeuge)
  • Geschäftsjahr: 2024/2025
  • Umsatz: ca. 2,3 Mrd. Euro
  • Vorjahr: 2,4 Mrd. Euro (2023/2024)
  • Trend: Umsatzrückgang seit 2022/2023 2023/2024 von 3,2 auf ~2,4 Mrd. Euro
  • Nutzfahrzeug-Maßnahmen (Auswahl):
    • eTrailer-Fertigungslinie (Werk Werlte)
    • KI-gestützter Leitstand (Komponentenfertigung Kühlauflieger, Lübtheen)
    • Bremsbackenproduktion (Gigant, Dinklage)
    • neue Montagehalle (GTS, Ibbenbüren)

  • Produkt-/Technologiebezug: Elektrifizierte Trailer können Diesel/CO₂ im Zugbetrieb um 20–40 % senken (eAchse, Rekuperation).
  • Ausblick: Umsatz im laufenden Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau erwartet