Fliegl investiert Millionen in Werk Triptis

Fliegl investiert in Triptis
Kürzere Wege, mehr Effizienz

Vor allem Fahrzeuge für nicht alltägliche Aufgaben sind das Spezialgebiet von Fliegl aus Triptis. Dass sich dieser Fokus auszahlt, zeigt die positive Bilanz auch nach einem herausfordernden Jahr 2025. Und auch auf seine anderen Neuigkeiten ist Firmenchef Helmut Fliegl sichtlich stolz.

Fliegl
Foto: Fliegl

Der Trailer-Hersteller Fliegl zeigt im IAA-Jahr nicht nur interessante Neuheiten, sondern investiert auch kräftig in seinen Standort im thüringischen Triptis. Der größte Anteil entfällt dabei auf das Werk 1. Als Teil des Programms „Fit 2030“ investiere man am Standort 11,7 Millionen Euro in eine neu gebaute Halle. Hintergrund ist das organische Wachstum der Produktionsstrukturen in Triptis. So seien die Wege zwischen Lager, Schweißerei, Montage und Endmontage recht lang geworden. Das neue Hallenkonzept soll damit aufräumen. Künftig finden alle Stationen unter einem Dach ihren Platz, sodass Komponenten und Fahrzeuge nicht mehr über das Werksgelände transportiert werden müssen. Nur noch 260 statt bisher 1.000 Meter seien dann zurückzulegen, 74 Prozent weniger bei entsprechend geringerem CO2-Ausstoß. Oder, wie Geschäftsführer Helmut Fliegl plastisch darstellt: „Mit der Werksumstellung ergeben sich pro Jahr innerbetrieblich 1.150 Kilometer weniger Strecke, die zurückgelegt werden muss. Das ist so viel wie von uns nach Kiel und zurück.“ Mit leichter Verspätung soll die Halle nach vier Monaten Bauzeit in Betrieb gehen. Dabei bewerkstellige man den Umzug der einzelnen Stationen im laufenden Betrieb, wie Werksleiter Maxi Fliegl erklärt. Man trimme die Produktion aber nicht nur mit kürzeren Wegen auf Effizienz. Auf dem Dach erzeugt Fliegl Solarstrom. Fußboden- und Gruben-heizungen sorgen für angenehme Arbeitsbedingungen. Zusätzlich nutze man die Abwärme der neuen Maschinen, beispielsweise Kompressoren, zur Rückgewinnung von Strom und Wärme.

Mehr Eigenfertigung durch neue Schweißroboter

Auch im neueren Werk 2 investiert der Trailerbauer. Das Ziel sei dabei auch, die Quote der Eigenfertigung zu erhöhen. Zwei neue Schweißroboter von Panasonic schweißen bereits seit Februar Alu- und Stahlmulden für Sattelkipper. „Die Qualität jeder einzelnen Schweißnaht lässt sich nun nachvollziehen, beispielsweise die Wärmeeinbringung und das A-Maß, also die Nahtdicke“, erklärt Maxi Fliegl. Durch die Roboter fallen aber, wie Fliegl betont, keine Arbeitsplätze weg. „Im Gegenteil“, sagt Maxi Fliegl. „Wir können jetzt auch Komponenten inhouse fertigen, die wir vorher ausgelagert hatten. Ziel der Investition war also auch, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, mehr Eigenfertigung nach Triptis zu holen und Transportwege zu reduzieren.“

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