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Neuer Höhenweltrekord für Lkw

Mit dem Zetros auf 6.675 Meter Höhe

Alliance Foto: Alliance 5 Bilder

Extrem Events, Anbieter für Erlebnisreise, hat den Höhenrekord für Lkw geknackt. Last-Tier der Limburger war ein Mercedes-Benz Zetros.

28.01.2015 Markus Bauer

Auf dem Vulkan Ojos del Salado in den chilenischen Anden kraxelte das Team bis auf 6.675 Meter. Höher war laut Reifen-Sponsor Alliance noch kein anderer Lkw. Gleich mehrere Faktoren machten den Abenteurern dabei zu schaffen. Mit jedem Höhenmeter büßt ein Verbrennungsmotor an Leistung ein. Die Luft wird dünner. Umso weniger potent ist also auch das erzeugbare Kraftstoff-Luft-Gemisch. Da machen sich elf Tonnen Fahrzeuggewicht schnell bemerkbar. Hinzu kommen laut Alliance scharfe Felsen und sogenanntes Büßereis - spitze und scharfkantige Eisformationen. Darum haben man für den Rekordversuch spezielle Alliance Agritransport 390HD Reifen aufgezogen.

Tortur für Crew und Fahrzeug

Wichtig war aber laut Alliance neben der richtigen Ausrüstung auch die persönliche Vorbereitung des Teams. Insgesamt ein Jahr habe man ab den Versuch hingearbeitet. Denn nicht nur der Motor kommt in großer Höhe an seine Leistungsgrenze. Deshalb gehöre zur Vorbereitung für die Mannschaft auch das Training der Luftverhältnisse in Höhen über 6.000 Meter. Der Sauerstoffgehalt sei dort um rund 50 Prozent niedriger als im Flachland. Deshalb reiste das Team laut Alliance bereits zehn Tage vor dem Rekordversuch nach Chile. Dort begann dann eine erste Akklimatisierung mit der Test- und Erkundungsphase.

In mehreren Etappen zum Ziel

Der Aufstieg selbst erfolgte demnach in mehreren Etappen. Zunächst fuhren die Rekordjäger bis auf 4.500 Meter. Nach einer Zwischenübernachtung ging es weiter bis ins 5.300 Meter hochgelegene Basislager Atacama. Die nächste Etappe führte bei minus 20 Grad Celsius durch eine schwer zu durchfahrende Felsrinne bis auf 6.358 Meter. Erst am folgenden Tag war der Höhepunkt erreicht: 6.675 Meter auf dem höchsten Vulkan der Welt und gleichzeitig zweithöchsten Berg Süd-Amerikas. "Es ist phantastisch, was das gesamte Team vollbracht hat", sagt Matthias Jeschke, Fahrer des Rekordwagens. "Wir haben mit dem Truck 50 Meter breite Gewässerrinnen, Eisfelder, Felsen, Steinplatten und Sand sowie extreme Streigungen durchfahren." Ende März 2015 wird der Rekord-Truck laut Alliance wieder in Deutschland eintreffen und anschließend auf verschiedenen Messen zu sehen sein.

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