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Großspedition in den roten Zahlen

Waberer’s verkleinert Flotte weiter

Foto: Thomas Küppers

Der ungarische Großflottenbetreiber Waberer’s versucht mit einem weiteren Flottenabbau, die Kosten zu reduzieren und aus den roten Zahlen zu fahren.

Wie das Transportunternehmen Waberer's in diesen Tagen gegenüber Analysten mitgeteilt hat, hat es in den vergangenen Monaten bereits 360 Lkw abgemeldet und möchte bis zum Jahresende 300 weitere stilllegen. Aktuell beläuft sich die international eingesetzte eigene Flotte auf 3.540 Fahrzeuge. Als weitere Reaktion auf das defizitäre Finanzergebnis hat Waberer’s die Belegschaft in seiner Zentrale in Budapest um 160 Mitarbeiter reduziert.

Als Gründe für die Schieflage und die rückläufige Nachfrage im internationalen Segment führt das Unternehmen unter anderem die Folgen der Brexit-Verschiebungen und die Einführung eines neuen Transport-Management-Systems an. Verkehre von und nach Großbritannien machen rund zehn Prozent des Geschäfts aus. Der wichtigste Auslandsmarkt für Waberer’s ist Deutschland mit einem Umsatzanteil von 14 Prozent.

Anteil an Subunternehmen erhöhen

Um künftig flexibler und rascher auf derlei Schwankungen reagieren zu können, will die Großspedition den Anteil der Subunternehmer erhöhen. Bislang wickelt sie drei Viertel ihrer Transporte in Eigenregie ab, den Rest mit Partnern. Geplant ist ferner, konsequenter Standgelder zu berechnen, die Akquise auszubauen und den Anteil der Kontraktlogistik zu erhöhen. Diese ist bislang überwiegend im Heimatmarkt Ungarn aktiv und verfügt über rund 200.000 Quadratmeter Logistikfläche.

Für das zweite Quartal 2019, über das Waberer’s aktuell berichtet, weist das Unternehmen erneut rote Zahlen aus. Das Betriebsergebnis (Ebit) belief sich auf minus 5,9 Millionen Euro, gegenüber plus 3,3 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Umsätze gingen um 6,4 Prozent auf 173 Millionen Euro zurück. Neuer Firmenchef des Unternehmens, der auf Ferenc Lajko folgte, ist der ehemalige DHL-Manager Robert Ziegler, der seit April an Bord ist und sich der Transformation des Unternehmens zu mehr Profitabilität verschrieben hat. Ihm zur Seite steht unter anderem der langjährige Kühne+Nagel-Finanzvorstand Gerard van Kesteren, der seit einem knappen Jahr dem Waberer’s-Management angehört.

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