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: Euro-6-Motor von Scania stellt sich vor

Scania präsentiert seine künftigen 13-Liter-Motoren in Euro-6-Auslegung. Die 440 und 480 PS starken Aggregate passen unter alle aktuelle Fahrerhäuser der G- und R-Baureihe, ohne diese zu verändern. Die hauptsächlich für den Fernverkehr, aber auch für andere Einsatzgebiete gedachten Aggregate sollen nicht mehr verbrauchen als die jeweiligen Euro-5-Motoren, bei deutlich reduzierten Emissionen. Der Verbrauch von Adblue liegt bei drei bis vier Prozent des Kraftstoffverbrauchs (beim vergleichbaren Euro-5-Motor sind es fünf bis sechs Prozent). Beimischungen von bis zu acht Prozent Biodiesel sind laut Scania kein Problem, derzeit liefen versuche mit 100 Prozent Biodiesel.

Die neuen Aggregate beruhen auf der im Jahr 2007 vorgestellten Motorenplattform mit 130 Millimeter Bohrung. Zentrale Komponente der Abgasnachbehandlung ist die Schalldämpfereinheit mit einem Oxidations-Katalysator und einem Vollstrom-Partikelfilter, hinter die zwei parallele SCR-Katalysatoren und Ammonium-Schlupf-Katalysatoren geschaltet sind. Hinzu kommt ein neues elektrisch gesteuertes Adblue-Dosiersystem, das genauer arbeiten und robuster sein soll. Der Harnstoff wird in einen Mixer eingespritzt und verdampft dort, bevor er in die beiden parallelen SCR-Katalysatoren eintritt. Das restliche Amonium, das noch im Abgas ist entfernt der Ammonium-Schlupf-Katalysator. Überwacht wird das System durch neue Temperatur-, Druck- und NOx-Sensoren. Die Druckdifferenz im Partikelfilter wird über zwei Sensoren überwacht. Die Regeneration erfolgt kontinuierlich während der Fahrt. Drohen Rußreste den Filter zuzusetzen, bekommt der Fahrer einen Hinweis auf dem Zentralinstrument. Mit einem Schalter lässt sich dann im Stand einen Regenerationszyklus ausführen. Text: Andreas Wolf Datum: 31.03.2011

Datum

31. März 2011
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