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: Aus dem Fernfahrerleben: Dinge, die passieren

Einsteigen, Aufsatteln, den Zug checken und Losfahren – der Alltag hat die meisten Fernfahrer fest im Griff. Vor allem auf kurzen Strecken, auf denen die Fahrer morgens in den Truck steigen und ihn am Abend wieder auf den heimischen Betriebshof stellen kann schon mal ein wenig Monotonie aufkommen, wie in jedem anderen Beruf auch. Trotzdem gibt es Tage, an denen nichts ist wie sonst.

Solche Tage und Geschehnisse zeigen, dass der Beruf des Fernfahrers alles andere als öde und monoton ist. Allein in der vergangenen Woche gab es auf Deutschlands Straßen Explosionen, fliegende Steine, Geisterfahrer und Verkehrszeichen-Pfannkuchen. Hier folgt deshalb zumindest eine kleine Auswahl der Ereignisse: Am Dienstag ist es auf der A5 bei Bruchsal zu einem Zusammenstoß gekommen. Das vermeldet das Nachrichtenportal www.landfunker.de. Gegen 21.35 Uhr touchierte ein Lkw einen Pkw, der auf der mittleren Spur fuhr. Der Pkw schleuderte in die Leitplanke. Die Insassen waren zwar unverletzt, hatten aber dennoch Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu finden: Die beiden Männer waren nach Polizeiangaben stark alkoholisiert. Im Fußraum lag zudem eine leere Wodkaflasche. Die Autobahnpolizei Karlsruhe sucht nun nach dem Lkw-Fahrer. Der habe, wie die Pkw-Fahrer angaben, kurz angehalten und sei dann weitergefahren. Hinweise nimmt die Polizei rund um die Uhr unter 0721 94 48 40 entgegen. Einen Zusammenstoß der anderen Art hatte am Mittwoch ein Lkw-Fahrer im Kreis Aschaffenburg, wie www.main-netz.de meldet. Von der Sonne geblendet übersah ein Lkw-Fahrer ein Verkehrszeichen. Während er einem anderen Fahrzeug ausweichen musste, demonstrierte der Fahrer ungewollt, wie leicht sich ein Verkehrszeichen einem Lkw beugt. Ebenfalls am Mittwoch konnte laut www.kanal8.de ein Lkw-Fahrer Schlimmes verhindern. Auf der A3 bei Passau stoppte er einen entgegenkommenden Geisterfahrer. Der Fahrer machte demnach kurzerhand zwei Spuren dicht. Er lenkte seinen Lkw genau in die Mitte, um nicht überholt zu werden. Mit Lichtzeichen habe er den Geisterfahrer gewarnt. Dieser wendete sein Fahrzeug und setzte die Fahrt in der richtigen Richtung fort. Nach Angaben der Verkehrspolizei Passau sei es zu keiner Gefährdung gekommen. Die Autobahn sei relativ leer gewesen. Von Glück reden konnte ein Lkw-Fahrer auf der A395 bei Goslar. Laut www.newsclick.de haben Jugendliche von einer Brücke aus Steine auf die Straße geworfen. Ein Stein mit über 20 Zentimetern Kantenlänge hat die Windschutzscheibe durchschlagen. Der Treffer war direkt auf Kopfhöhe. Der Stein schlug allerdings auf der unbesetzten Beifahrerseite ein. Ein zweiter Stein erwischte die Front des Lkw. Der 35-jährige Fahrer hat beim Aufprall das Steuer verrissen und ist in die Leitplanke gefahren. Trotz allem blieb er unverletzt. Die Polizei fahndet nun nach zwei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren wegen versuchter Tötung. Angeblich hätten sich die beiden Täter nach dem erfolgreichen Anschlag abgeklatscht und den Tatort verlassen. Weniger Glück hatte hingegen ein Lkw-Fahrer in Österreich. Nach Angaben von www.orf.at wurde der 47-jährige am Donnerstag nach einer Explosion getötet. Gegen 7.00 Uhr sei er alleine zu einer Biogasanlage gefahren, um Speisereste aus dem Lkw in die Tanks der Anlage zu pumpen. Durch einen Bedienfehler, laut ORF ein geschlossener Schieber am Lkw, hat sich Druck aufgebaut. Als sich dieser explosionsartig entlud, wurden rund zwei Tonnen Speisereste aus dem Lkw geschleudert. Diese trafen den Fahrer und warfen ihn vom Anhänger. Davon hat er schwere Kopfverletzungen erlitten. Da zum Zeitpunkt niemand vor Ort war, bemerkten Helfer den Unfall erst zwei Stunden später. Zu spät für den Fahrer. Text: Markus Bauer / Bild: Polizei Datum: 11.02.2011

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11. Februar 2011
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