Der Logistikdienstleister Allgaier mit Sitz in Neu-Ulm investiert nach eigenen Angaben 20 Millionen Euro in eine neue Logistikhalle in Elchingen (Bayern). Es handle sich dabei um eine der größten Investitionsentscheidungen der vergangenen Jahre. „Gerade in der aktuell wirtschaftlich herausfordernden Phase möchten wir ein Zeichen setzen, denn wir glauben an die Zukunft des Wirtschafts- und Produktionsstandortes Deutschland“, erklären die beiden Allgaier-Geschäftsführer Frank Bolz und Donat Ruess.
Fertigstellung für August/September 2027 geplant
In der rund 17.000 Quadratmeter großen Halle werden künftig Exportverpackungen aus Holz und Holzwerkstoffen hergestellt. „Die Entscheidung für den Standort Elchingen fiel bereits 2024“, sagt Frank Bolz gegenüber trans aktuell.
Ausschlaggebend war laut Bolz unter anderem, dass sich das vorgesehene Grundstück bereits im Eigentum der Familie Allgaier befindet. „Damit schafft sich das Unternehmen – anders als am bisherigen, gemieteten Produktionsstandort – eine langfristig gesicherte und frei gestaltbare Produktionsbasis“, so Bolz. Die Fertigstellung ist nach Angaben des Geschäftsführers für August/September 2027 geplant.
Erfolgreich in der Region wachsen
Die Region Ulm/Neu-Ulm sei für Allgaier ein wichtiger Unternehmensstandort: 2028 werde das Unternehmen seit 50 Jahren in der Region ansässig sein. Durch den Neubau in Elchingen könne das Familienunternehmen auch in den kommenden Jahrzehnten erfolgreich in der Region wachsen.
Der Standort in Elchingen profitiere auch von einer guten Verkehrsanbindung – vor allem an die Autobahn. Es sind rund 15 bis 20 Lkw-Abfahrten pro Tag geplant.
Industrieverpackungen aus Holz und Holzwerkstoffen
Die Halle verfügt über 10.000 Quadratmeter Produktionsfläche für Industrieverpackungen aus Holz und Holzwerkstoffen mit modernen Bearbeitungsmaschinen sowie ein 4.000 Quadratmeter großes Fertigwarenlager. Hinzu komme eine 2.000 Quadratmeter große, befahrbare Kranhalle mit einem 64-Tonnen-Kran für die Zwischenlagerung und Verpackung von Schwergütern. Rund 1.000 Quadratmeter sind für Büroflächen und Nebenräume vorgesehen.
Mitarbeitende ziehen von Neu-Ulm nach Elchingen
„Am neuen Standort entstehen keine zusätzlichen Arbeitsplätze. Unsere rund 100 Mitarbeitenden ziehen von Neu-Ulm nach Elchingen um – in eine neue Produktionshalle mit modernen, innovativen Arbeitsplätzen und ansprechenden Sozialräumen“, sagt Bolz. Die Mitarbeitenden können eine Shuttle-Anbindung zwischen den Standorten nutzen.
Vollholzhalle soll Ressourcen schonen
Der Logistikdienstleister setzt bei dem Neubau auf eine nachhaltige Bauweise. „Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil des Konzepts: Die neue Halle entsteht als Vollholzhalle“, erklärt Bolz. „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, in dem CO₂ dauerhaft gebunden bleibt. Durch den Einsatz regionalen Holzes entstehen kurze Transportwege, zudem sorgt die Bauweise für eine natürliche Klimatisierung im Gebäude und eine lange Lebensdauer der Konstruktion.“ Generalunternehmer ist die Köster-Gruppe aus Osnabrück.
Werkseigene Photovoltaikanlage mit 3.500 kWp
Bei dem geplanten Gebäude handle es sich um ein Effizienzgebäude nach KfW-55-Standard mit 14 Metern Hallenhöhe und drei Hallenschiffen. Moderne Wärmepumpen beheizen die Halle, zudem werde Strom aus einer werkseigenen Photovoltaikanlage mit 3.500 kWp genutzt. Die PV-Anlage soll künftig auch die Ladeinfrastruktur für E-Lkw und E-Pkw mit Strom versorgen.






