Während der Transformation zur Elektromobilität wollen chinesische Marken die Gunst der Stunde nutzen, um neben den etablierten Lkw-Herstellern im europäischen Markt Fuß zu fassen. Einer dieser Hersteller ist Sany. Der chinesische Konzern ist ein weltweit führender Hersteller von Baumaschinen sowie Schwerlastfahrzeugen und gemessen am Absatz nach eigenen Angaben weltweit die Nummer eins im Segment der Betonpumpen und der Kettenbagger. Im Heimatmarkt liegt Sany auch beiden E-Lkw-Neuzulassungen auf Platz eins, obwohl - oder gerade, weil - das Unternehmen fast ausschließlich batterieelektrische Trucks produziert.
Bereits im Jahr 2021 hat sich der Konzern entschieden, nicht mehr in die Entwicklung von Diesel-Lkw zu investieren. Eine Strategie, die sich augenscheinlich auszahlt. Demnach hat Sany im vergangenen Jahr in China mehr als 21.000 E-Sattelzugmaschinen neu zugelassen. Dort sind nun insgesamt rund 50.000 elektrifizierte Zugmaschinen der Marke im Einsatz. Zudem brachte das Unternehmen in der gleichen Zeit rund 15.000 batterieelektrische Fahrmischer und Kipper im Heimatmarkt erstmals in den Verkehr. "E-Lkw von Sany sind also keine Prototypen mehr, sondern Serienfahrzeuge mit erprobter Technik", sagt Kevin Eichele, Leiter Produkt und Business Development Europa bei Sany eTrucks.
Marktsituation in Europa wirkt passend
Nicht nur deswegen erscheinen die Aussichten für einen Absatzerfolg der Trucks "Made in China" auch in Europa günstig. Mit Putzmeister besitzt der Sany-Konzern seit 2012 eine 100-prozentige Tochter in Deutschland, die sich seit den 1950er Jahren unter anderem mit Betonpumpen und dem dazugehörigen Service einen guten Ruf erarbeitet hat. Über diesen Weg brachte Sany bereits die erste Generation rein elektrisch angetriebener Lkw-Fahrgestelle mit Betonmischeraufbau und seine eigenen Betonpumpen nach Europa. In diesem Jahr folgen nun batterieelektrische Sattelzugmaschinen und weitere Lkw-Fahrgestelle, unter der Marke Sany eTrucks – supported by Putzmeister.
Interesse bei hiesigen Flottenbetreibern wecken chinesische Marken vor allem mit einem günstigen Einstiegspreis. "Transformation made affordable – bezahlbare Transformation" lautet unser Kundenversprechen", erläutert Geschäftsfeldentwickler Eichele. Es gelte nicht nur für den Kaufpreis, sondern auch für die Betriebskosten. Die Trucks müssen sich auch angesichts wettbewerbsfähiger technischer Leistungsmerkmale nicht hinter der europäischen Konkurrenz verstecken. Gerade beim Eigengewicht setzen die E-Lkw-Modelle Bestmarken. Selbst das Fahrerhaus wurde beim Wechsel von der ersten, die noch auf die Fahrgestelle mit den optisch auffälligen Batteriepacks in einem Rucksack hinterm Fahrerhaus begrenzt war, zur zweiten technischen Generation stärker an den europäischen Bedürfnissen ausgerichtet.
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