Knorr-Bremse hat 2025 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Während das Schienengeschäft neue Rekordwerte erreicht, behauptet sich die Truck-Division in einem schwierigen Marktumfeld mit stabiler zweistelliger Rendite. Für die Nutzfahrzeugbranche besonders relevant: Das Nachmarktgeschäft bleibt robust, digitale Plattformen und Serviceangebote gewinnen weiter an Bedeutung.
Truck-Division mit stabiler Marge trotz schwacher Märkte
Das Nutzfahrzeuggeschäft (CVS) stand 2025 unter Druck – insbesondere durch die schwache Nachfrage in Nordamerika.
- Umsatz: 3,50 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,84 Mrd. Euro)
- Operatives EBIT: 363 Millionen Euro (Vorjahr: 401 Mio. Euro)
- EBIT-Marge: 10,4 Prozent (stabil zum Vorjahr)
- Auftragseingang: 3,64 Milliarden Euro (3,74 Mio. Euro)
Trotz rückläufiger Volumina blieb die Profitabilität zweistellig. Maßgeblich dazu beigetragen haben dabei laut Knorr-Bremse Kostendisziplin, Portfoliooptimierung und ein solides Ersatzteil- und Servicegeschäft.
Gerade der Aftermarket entwickelt sich weiterhin stabil – ein wichtiger Puffer gegen zyklische Schwankungen im Neufahrzeuggeschäft. Zwar mussten dort auch Personalkosten eingespart werden, perspektivisch soll die Sparte in Zukunft aber weiter wachsen.
Digitalisierung im Truckbereich wird ausgebaut
Strategisch setzt Knorr-Bremse im Truck-Segment verstärkt auf digitale Services. Mit der Übernahme der Plattform TRAVIS Road Services stärkt der Konzern sein digitales Werkstatt- und Serviceangebot für Nutzfahrzeuge.
Ziel ist es, das Service-Ökosystem rund um Wartung, Reparatur und Flottenmanagement auszubauen. Parallel investiert das Unternehmen in KI-gestützte Anwendungen und Cloud-Lösungen, unter anderem in Kooperation mit Amazon Web Services.
Konzern insgesamt profitabler
Auf Konzernebene stieg das operative EBIT 2025 auf 1,016 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 13 Prozent. Der Free Cashflow erreichte mit 790 Millionen Euro einen historischen Höchstwert.
Haupttreiber bleibt das Rail-Geschäft, das mit einer EBIT-Marge von 16,5 Prozent neue Rekordwerte erzielt.
Für die Truck-Division bedeutet das: Sie bleibt zwar konjunkturabhängiger, liefert aber weiterhin stabile Erträge auf solidem Niveau.
Ausblick 2026
Für 2026 erwartet Knorr-Bremse einen Konzernumsatz zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro sowie eine EBIT-Marge von rund 14 Prozent.
Sollte sich die Nachfrage im Nutzfahrzeugmarkt stabilisieren, könnte die Truck-Division wieder stärker wachsen – unterstützt durch Digitalisierung, Plattformlösungen und margenstarkes Servicegeschäft.






