VDL Futura

Neue Motoren, neues Getriebe, vorausschauender Tempomat

Foto: Thorsten Wagner 11 Bilder

VDL verpasst den Reisebussen überarbeitete Motoren von DAF und das neue Traxon-Getriebe von ZF, das erstmals auch einen vorausschauenden Tempomaten bietet.

Es gibt zwei wesentliche Arten von Fahrzeugerneuerungen: Solche, die das Äußere aufhübschen und die Technik weitgehend unangetastet lassen, und solche, die eher die inneren Werte aufbessern. Dann geht es ans Eingemachte: Neue Motoren, neue Abgassysteme, neue Assistenzsysteme und vieles mehr machen aus einem scheinbar unveränderten Fahrzeug ein völlig neues und deutlich effizienteres Fortbewegungsmittel. Nun zählt der VDL Futura mit acht Jahren Bauzeit (im Falle des Hochdeckers FHD2) und insgesamt 3.500 gebauten Bussen beileibe nicht zum alten Eisen.

Erst vor einigen Monaten wurde mit dem FHD2-135 der längste Zweiachser der Baureihe vorgestellt (siehe lastauto omnibus 6/2018). Und mit noch einmal eingesparten 100 Kilogramm Gewicht pro Bus ergeben die langen Zweiachser noch mehr Sinn – auch wenn der Futura schon bisher nicht als Schwergewicht galt. Und als hässliches Entlein dürfte er vor allem wegen der modernen Front und dem außergewöhnlichen Heck mit keckem Gegenschwung ebenfalls nicht durchgehen. Aber was sind denn nun die konkreten Neuerungen beim Futura? Da wäre vor allem die neue Motorisierung aus dem Hause DAF zu nennen, die sich für den Doppeldecker in Form des MX-13 mit sagenhaften 2.600 Newtonmetern an maximalem Drehmoment zum derzeit stärksten Busmotor aufschwingt.Für die Hochdecker ist dieses Kraftpaket allerdings nicht mehr zu bekommen. Was aber nicht weiter schlimm ist, da auch der MX-11 in den Leistungsstufen von 370 über 410 bis 450 PS deutlich an Mumm gewonnen hat – konkret sind es 50 bis 300 Newtonmeter mehr. Ebenfalls weggefallen ist das manuelle Sechsganggetriebe von ZF. VDL ist damit der erste Hersteller, der diesen massiven, aber durchaus richtigen Schritt wagt. Dafür rutscht das neue, automatisierte Zwölfgang-Schaltgetriebe ZF Traxon ins Angebot. Zusätzlich sind alle Hochdecker mit dem vollautomatischen Ecolife-Coach-Getriebe (siehe lastauto omnibus 7/2018) erhältlich. Sogar der Doppeldecker FDD2 wird für Langstreckenanwendungen ohne größere topografische Herausforderungen mit dem MX-11 mit 450 PS/2.300 Newtonmeter und dieser Box angeboten. Das neue Traxon ist ebenso wie der Vorgänger AS-Tronic ein automatisiertes Zwölfgang-Getriebe mit integriertem Intarder und jetzt auch mit der topografischen Schaltfunktion PPC. Die arbeitet auf Wunsch auch ohne Tempomat und soll 2,5 bis 5,5 Prozent Kraftstoffverbrauch zusätzlich einsparen. Das Traxon-Hybridmodul scheint indes noch nicht akut zu sein bei VDL. Auf Nachfrage äußert sich Geschäftsführer Henk Coppens verhalten.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
lastauto omnibus 08 2018 Titel
lastauto omnibus 08 / 2018
14. Juli 2018
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