Ob Personenrettung, Materialtransport oder Waldbrandbekämpfung – mit dem passenden Wechselmodul wird der Unimog zum ebenso hochgeländegängigen wie flexiblen Einsatzmittel. Dieser konzeptionelle Gedanke, der bei neuen Einsatzfahrzeugen eine immer größere Rolle spielt, steht auch hinter dieser Beschaffung der Städteregion Aachen.
Als Fahrgestell dient ein Mercedes-Benz Unimog U 5023 mit Dachluke, geschützter Sondersignalanlage und Schweinwerfern sowie einer elektrischen Selbstbergewinde.
Mehrere Einsatzoptionen dank Wechselsystem
Mit dem EMPL-Wechselsystem wird der Unimog zur vielseitigen Einsatzplattform. Das System basiert auf einem verwindungsfreien Zwischenrahmen, der fest mit dem Fahrzeugchassis verbunden ist. Darauf sitzt der eigens konstruierte Ambulanz-Wechselaufbau mit seinem selbsttragenden Rahmen aus geschweißten Stahlprofilen. Twist-Locks gewährleisten eine sichere Verriegelung. Der Aufbauwechsel kann mit Hubstützen, per Gabelstapler oder Kran erfolgen. Hierfür sind Staplertaschen im Rahmen und Hebepunkte auf dem Dach integriert.
„Die wärmebrückenfreie Sandwichbauweise bietet hervorragende Isolationswerte und schafft optimale Bedingungen für Patienten und Einsatzkräfte – unabhängig von den Witterungsverhältnissen“, unterstreicht EMPL. Für ein erträgliches Raumklima sorgen Standheizung, Heizlüfter und Klimaanlage. Die Fenster bestehen aus getöntem Isolierglas.
Neben den beiden Heckportalen gibt es vorne rechts eine weitere Tür sowie beidseitig ganz vorn je einen schmaleren Zugang zu Klimaanlage und Stauraum. Alle sind über Auszieh- bzw. Klappleitern erreichbar, denn Unimog-Fahrgestell plus Wechselrahmen ergeben dann doch eine ordentliche Höhe.
Klassische Krankentransportausstattung
Im Innenraum bietet der Ambulanzaufbau Platz für vier liegende oder sechs sitzende Verletzte sowie zwei Sanitäter. Auch hier lässt sich ein konzeptioneller Trend erkennen: Kein RTW-ähnlicher Ausbau mit großem elektrischen Tragetisch in der Mitte, sondern das klassische, manuell zu bedienende System, bei dem sich links und rechts je zwei Tragen übereinander „stapeln“ lassen. So wie man es zum Beispiel aus den alten Krankenkraftwagen der Bundeswehr auf Unimog U 1300 L kennt.
Das bedeutet zwar mehr Handarbeit und Enge, aber eben auch deutlich mehr Rettungskapazität – kombiniert mit der herausragenden Geländegängigkeit des Unimog. Sei es für den MANV (Massenanfall von Verletzten) oder für den militärischen Sanitätsdienst, für den EMPL ja auch Aufbauten liefert.
Eine Schrankwand mit integrierter Thermobox, Sauerstoffversorgungssystem, Norm- und Airline-Schienen zur sicheren Befestigung von Notfallausrüstung sowie zahlreiche Stromanschlüsse gewährleisten gute Arbeitsbedingungen im Einsatz. Abgerundet wird das Ganze durch eine leistungsstarke Umfeld- und Arbeitsbeleuchtung sowie zusätzliche Handscheinwerfer zwischen Fahrer- und Beifahrersitz.
EMPL als Nischenplayer
EMPL sieht sich als Nischenplayer und steht für innovative Qualitätsprodukte, weltweite Kompetenz und Knowhow in der Umsetzung von markt- und kundenspezifischen Lösungen rund um das Nutzfahrzeug. Als international agierendes Unternehmen mit einer Exportquote von ca. 75 Prozent beliefert EMPL Kunden mit über 3.000 Einheiten pro Jahr.








