Bolt, Pony.ai und Stellantis starten ein gemeinsames Pilotprojekt für autonome Mobilität in Luxemburg. Im Mittelpunkt stehen Tests von autonom fahrenden Fahrzeugen unter realen Verkehrsbedingungen. Dabei sollen Sicherheit, Leistungsfähigkeit und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen untersucht werden.
Die Partner wollen Erkenntnisse für den künftigen Einsatz autonomer Mobilitätsdienste in Europa gewinnen. Langfristiges Ziel ist der Betrieb fahrerloser Fahrzeuge der Automatisierungsstufe Level 4.
Luxemburg dient als Testfeld für autonome Mobilität
Die Erprobung erfolgt im regulären Straßenverkehr Luxemburgs. Zum Einsatz kommen autonome Fahrzeuge der siebten Generation von Pony.ai. Das Unternehmen zählt zu den international aktiven Entwicklern autonomer Fahrsysteme.
Luxemburg gilt als einer der europäischen Vorreiter bei der Erprobung automatisierter Mobilitätslösungen und bietet entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen für solche Pilotprojekte.
Stellantis liefert die Fahrzeugplattform
Für das Testprogramm stellt Stellantis Fahrzeuge auf Basis seiner sogenannten L4-Ready-Plattform bereit. Dabei handelt es sich um speziell für autonome Fahrfunktionen vorbereitete Fahrzeugarchitekturen.
Zum Einsatz kommt ein mittelgroßer Transporter, der die technische Grundlage für die Integration der autonomen Fahrsoftware von Pony.ai bildet.
Ride-Hailing-Plattform von Bolt wird eingebunden
Neben den Fahrzeugen und der Fahrtechnologie soll auch die Einbindung in digitale Mobilitätsdienste getestet werden. Hier bringt Bolt seine Erfahrung als Ride-Hailing-Anbieter ein.
Im Rahmen des Pilotprojekts werden unter anderem folgende Aspekte untersucht:
- Integration autonomer Fahrzeuge in Mobilitätsplattformen
- Flottenmanagement autonomer Fahrzeuge
- Betriebsabläufe im urbanen Umfeld
- Sicherheitskonzepte und Überwachung
- Zusammenarbeit mit Behörden und Regulierungsstellen
Fahrerloser Betrieb als langfristiges Ziel
Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll das Pilotprojekt die Grundlage für einen späteren fahrerlosen Betrieb schaffen. Ziel ist es, die technischen und regulatorischen Voraussetzungen für autonome Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer an Bord zu schaffen.
Ob und wann ein vollständig fahrerloser Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr möglich sein wird, hängt jedoch von weiteren Tests sowie den jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen ab.
Europa wird wichtiger Markt für autonome Fahrzeuge
Für Bolt ist das Projekt der Einstieg in die praktische Erprobung autonomer Mobilitätsdienste in Europa. Stellantis verfolgt parallel den Ausbau seines Partnernetzwerks für autonome Fahrtechnologien. Pony.ai wiederum erhält die Möglichkeit, seine Systeme unter europäischen Verkehrsbedingungen zu validieren.
Mit dem Pilotprojekt in Luxemburg wächst die Zahl europäischer Testfelder für autonomes Fahren weiter. Die Ergebnisse könnten Einfluss auf die zukünftige Einführung autonomer Ride-Hailing-Dienste und automatisierter Transportlösungen haben.






