Traton & WWF: Studie zu Lkw & Umwelt

Traton & WWF beleuchten Biodiversität
Studie zeigt Umwelt- und Rohstoffrisiken

Die Traton Group startet mit WWF Schweden eine dreijährige Partnerschaft. Eine neue Studie beleuchtet Risiken für Natur, Ressourcen und Biodiversität im Nutzfahrzeugsektor.

Studie zeigt Umwelt- und Rohstoffrisiken
Foto: Traton

Die Traton Group und der World Wide Fund for Nature (WWF) Schweden haben gemeinsam die Studie „Jenseits von Treibhausgasen – das Zusammenspiel von Nutzfahrzeugsektor und Umwelt“ veröffentlicht. Zugleich kündigten die Partner eine dreijährige Kooperation an, um Tratons Engagement im Umgang mit biodiversitätsbezogenen Risiken zu intensivieren, insbesondere in den Bereichen Rohstoffnutzung, Wasser und Kreislaufwirtschaft, wie Traton mitteilt.

Fokus auf naturbezogene Risiken im Nutzfahrzeugsektor

Die Studie untersucht, in welchem Maße der Nutzfahrzeugsektor von der Natur abhängig ist und welche direkten Auswirkungen seine Aktivitäten auf die Umwelt haben. Angesichts zunehmender Risiken wie Biodiversitätsverlust, Ressourcenknappheit und Klimawandel seien Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette immer stärker naturbezogenen Risiken ausgesetzt.

Chancen und Herausforderungen durch nachhaltige Technologien

Der Übergang zu nachhaltigeren Technologien reduziert Treibhausgasemissionen, kann aber auch neue ökologische Herausforderungen mit sich bringen. Dies betrifft vor allem Rohstoffgewinnung, Flächennutzung und Umweltbelastungen durch Produktion und Entsorgung von Batterien. Die steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Lithium, Nickel und seltenen Erden betrifft dabei nicht nur den Nutzfahrzeugsektor, sondern auch andere Branchen, etwa im Bereich erneuerbare Energien.

Notwendigkeit kollektiver Branchenanstrengungen

Die Studie betont die Bedeutung gemeinsamer Maßnahmen innerhalb der Nutzfahrzeugbranche. Dazu gehören:

  • Nachhaltige Beschaffung: Zusammenarbeit mit Lieferanten, die Umwelt- und Sozialstandards erfüllen.
  • Kreislaufwirtschaft und Recycling: Reduktion von Abfall und Umweltverschmutzung bei ressourcenintensiven Komponenten.
  • Innovationen in Werkstoffen und Design: Verringerung der Abhängigkeit von seltenen Rohstoffen durch neue Produktentwicklung.
  • Wertschöpfungsketten-Kooperation: Stakeholder können durch enge Zusammenarbeit erhebliche Fortschritte erzielen.

Experten betonen die Relevanz für Unternehmen

„Der Rückgang der natürlichen Ressourcen und die zunehmenden Umweltschäden stellen für Unternehmen echte Risiken dar. Eine adäquate Auseinandersetzung mit diesen Umweltherausforderungen schützt Unternehmen vor langfristigen Gefahren, stärkt ihre Lieferketten und eröffnet gleichzeitig neue Marktchancen. Diese Studie ist ein erster Schritt, um Unternehmen in der Nutzfahrzeugbranche aufzuzeigen, warum und welche Maßnahmen erforderlich sind“, erklärt Mats Landén, Senior Manager Corporate Partnerships beim WWF Schweden.

Andreas Follér, Chief Sustainability Officer der Traton Group, ergänzt: „Im Rahmen dieser Zusammenarbeit haben wir ein tiefergehendes Verständnis dafür gewonnen, wie unsere Branche mit der Umwelt interagiert. Der Übergang zu Elektrofahrzeugen kann nachhaltiger gestaltet werden und erfordert die Führung und Zusammenarbeit von uns Branchenakteuren. Die Studie wird künftig nicht nur Impulse für naturbezogenes Handeln bei Traton geben, sondern auch für sämtliche Akteure der Branche.“