Schwerlasttransport in Fernost: TII feiert 10 Jahre in Indien

Schwerlasttransport in Fernost
TII feiert 10 Jahre in Indien

Die TII Group, hinter der sich Marken verstecken wie Scheuerle und Kamag, feiert ihr zehnjähriges Jubiläum in Indien. Der Standort in Bawal nahe Neu-Delhi hat sich für das Unternehmen zu einem strategischen Schwerlast-Hub entwickelt. Bildergalerie!

TII Group in Indien
Foto: TII Group

Der Heilbronner Schwerlast- und Spezialfahrzeugbauer TII blickt auf eine Erfolgsstory in Fernost zurück: Vor zehn Jahren hat das Unternehmen in Bawal nahe Neu-Delhi mit der Montage vormontierter Baugruppen begonnen, heute ist das Werk integraler Bestandteil der globalen Wertschöpfung und ein strategischer Schwerlast-Hub der Heilbronner. Rund 350 Mitarbeiter sind in Bawal für TII tätig und haben auf der 30.000 Quadratmeter messenden Produktionsfläche bereits mehrere tausend Achslinien für Kunden in Indien und anderen Märkten fertiggestellt.

TII: Scheuerle K25 ist Wachstumstreiber

"Als wir 2015 an den Start gegangen sind, ging es darum, eine stabile industrielle Basis mit maximalen Standards aufzubauen. Heute ist Bawal ein zentraler Baustein unserer globalen Strategie", erklärt Miguel Fernandes, Managing Director TII India. Im Zentrum dieser Entwicklung steht laut Unternehmensangaben das modulare System Scheuerle K25. Als Plattformlösung bilde es die technische Basis für unterschiedlichste Schwertransportanwendungen, von Infrastruktur- und Energieprojekten bis hin zu industriellen Großkomponenten. Ergänzt werde die Plattform zudem durch ein Spektrum an Zusatzkomponenten und projektspezifischem Zubehör.

Nutzlasten um die 500 Tonnen, Einsätze weltweit

Schon 2016 hat der Standort in Bawal laut TII teleskopierbare Extender-Fahrzeuge ausgeliefert, unter anderem für den Transport von Rotorblättern mit Längen von bis zu 62 Metern. 2018 realisierte TII India dann die erste in Indien gefertigte Girder-Bridge mit einer Nutzlast von bis zu 500 Tonnen. Heute seien in Bawal gefertigte Transportlösungen nicht nur in Indien im Einsatz, sondern auch im Nahen Osten, in Südostasien, Lateinamerika, Afrika und Europa. Inzwischen stammen laut TII Group Managing Director Filippo Baldassari daher rund zwei Drittel des Umsatzes aus internationalen Projekten. Und mehr noch: Mit der Eröffnung eines neuen Büros in Pune in 2025 hat TII die Marktpräsenz weiter ausgebaut. Pune bündele Projektengineering, Vertrieb und Serviceleistungen für Indien und Teile Asiens und sei eng mit Bawal verzahnt.

Managing Director Baldassari: Weiteres Potenzial vorhanden

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht die TII Group laut eigener Angaben insbesondere bei modularen Schwerlastsystemen Wachstumspotenzial in der Region. "Die Zukunft gehört modularen Lösungen", sagt Baldassari. "Je größer und komplexer die Projekte werden, desto wichtiger ist eine skalierbare Systemplattform, die unterschiedliche Einsatz- und Zulassungsanforderungen abdeckt."