Selbst einer der abgelegensten Flecken unserer Erde, die Antarktis, will mit Gütern versorgt werden – trotz der wahrlich extremen Wetterbedingungen. Und das aus einem guten Grund: der Aufrechterhaltung der Forschung des norwegischen Polarinstituts, das aktuell die dortige Station mit dem schönen Namen „Troll“ modernisiert.
Prinoth-Transporter sind essenziell für die Forschung
Spezielle Raupenfahrzeuge sind für die Transporte des Equipments und der Nahrungsmittel innerhalb der kurzen antarktischen Sommersaison nötig. Fahrzeuge, die essenziell sind für den Erfolg der Antarktisforschung, wie Instituts-Direktorin Camilla Brekke betont. Zehn neue Transporter hat sie daher kürzlich bestellt, die ersten drei sind noch vor Weihnachten in Dienst getreten.
Mit bis zu 150 Tonnen zwei bis drei Tage on tour
Der Lieferant, durchaus naheliegend: Prinoth, ein Hersteller von Pistenraupen und Raupentransportern mit Sitz in Sterzing in Südtirol. Das eigens für den extremen Einsatz entwickelte Modell: der Panther XL, der 10 bis 15 Transportschlitten mit einem Gesamtgewicht von bis zu 150 Tonnen zieht – und das jeweils zwei bis drei Tage am Stück von der Entladestelle an der Eiskante bis zur Troll-Forschungsstation.
Wahre Luxusausstattung an Bord der Panther XL
Eben wegen dieses anspruchsvollen Szenarios stand in der Entwicklung im Übrigen der Komfort für die Crew ganz oben im Lastenheft. Die Fahrer sitzen auf einem luftgefederten Sitz in einer luftgefederten Kabine, um auf ihrer Tour über das Eis mit rund 16 km/h nicht zu stark durchgeschüttelt zu werden. Dazu gibt’s beheizbare Scheibenwischer und Scheiben, ein ergonomisches Lenkrad und sogar Touchscreen und Tempomat. Selbst ein Assistenzsystem für Langstreckenfahrten zählt Prinoth als Feature auf, macht aber keine konkreteren Angaben zur Funktion.
Für den Vortrieb zuständig: ein XXL-Caterpillar-Diesel
Immerhin: Um den Antrieb macht der Hersteller keine Geheimnisse. Der Panther XL wird befeuert von einem Caterpillar C18. Der Reihensechszylinder-Dieselmotor mit gut 18 Litern Hubraum bringt es auf 800 PS und saugt seinen Kraftstoff aus einem 2.500-Liter-Tank. Zwecks bester Traktion auf Schnee und Eis steht das leer 20,5 Tonnen schwere Vehikel zudem auf einem patentierten Gummikettenfahrwerk mit großen Laufrollen und automatischer Kettenspannung.
Der Preis ist heiß: Wissenschaft in der Antarktis kostet
Ein Paket, das kostet: Den Gesamtwert der zehn Prinoth Panther XL mit passendem Ersatzteil- und Servicepaket wird auf rund 175 Millionen Norwegische Kronen beziffert, umgerechnet rund 15,3 Millionen Euro.







