Bis heute genießen Mack Trucks einen legendären Ruf, gerade in Bezug auf Einsätze abseits befestigter Straßen. "Built like a Mack Truck" ist nicht umsonst zu einer amerikanischen Redewendung für besonders robust gebaute Produkte geworden. Heute lautet das offizielle Mack-Motto allerdings "built for what's next" – gebaut für das, was kommt. Das soll betonen, wie zukunftsorientiert die Marke ist. Und das ist sie wirklich, schaut man sich die neuesten Modelle an: Im Frühling 2025 feierte der mächtige Pioneer für den Fernverkehr Premiere, im Sommer folgte der Anthem für regionale Einsätze. Jetzt, zur Conexpo in Las Vegas, präsentiert Mack mit Granite und Keystone den nächsten Streich: Die Verjüngung der Truck-Familie reicht nun bis auf den Bau.
Mack Keystone mit einem Stück Pennsylvania und R-Serie
Das neue Aushängeschild: der Keystone, der als schwere Sattelzugmaschine den kantig-klaren Pinnacle mit Ursprüngen aus 2006 beerbt. Benannt ist der neue Truck nach dem US-Bundesstaat Pennsylvania, der auch als Keystone-State bezeichnet wird und Heimat ist der Produktionsstätte der schweren Lkw von Mack. Das Design wiederum orientiert sich an den Modellbrüdern, soll aber auch inspiriert sein von der legendären R-Serie. Der neueste Truck der Marke mit der Bulldogge trägt einen glänzend-schwarzen Kühlergrill samt Mack-Schriftzug, üppig Chrom an der Stoßstange, den seitlichen Lufteinlässen und den Außenspiegeln und muskulöse Kotflügel. Dazu gesellen sich LED-Scheinwerfer und optional schwarze Flügel für die Kameraspiegel.
Mack-Präsident Roy: Lkw, die genauso hart arbeiten wie die Menschen
"Der Keystone setzt Macks Tradition fort, robuste und zuverlässige Lkw zu bauen, die genauso hart arbeiten wie die Menschen, die sie fahren", sagt Mack-Präsident Stephen Roy. Er vereine Geländegängigkeit mit modernstem Fahrkomfort, fortschrittlicher Sicherheitstechnik und der legendären Mack-Zuverlässigkeit – für Kunden aus dem Bauwesen, der Land- und Forstwirtschaft, dem Viehtransport und anderen Anwendungsbereichen.
Dieselmotoren bis 540 PS und 2.650 Nm Drehmoment
Als Basis nutzt der Keystone dafür – ebenso wie der Granite – die gleichen Technologien wie der Anthem und der Pioneer. Für seinen Vortrieb kommt der MP13-Sechszylinder auf, der zum großen Teil baugleich ist mit den hierzulande bekannten 13-Liter-Motoren der Volvo Group. Die Leistungsspanne reicht bis 540 PS, das maximale Drehmoment liegt im besten Fall bei 2.650 Newtonmetern. In Kombination mit dem automatisierten mDrive-HD-Getriebe soll der Verbrauch im Vergleich zum Pinnacle um bis zu sechs Prozent zurückgehen.
Keystone im Angebot als 6x4, 8x4 und 8x6
In Sachen Geländefähigkeit hebt Mack die hohe Bodenfreiheit hervor, das robuste Fahrwerk mit der optionalen Maxride-Luftfederung für besten Fahrkomfort auf allen Terrains und den großen Böschungswinkel. Der Keystone ist als 6x4 zu haben, aber auch als 8x4 und 8x6. Je nach Anwendung wird er dazu mit einer kurzen Tageskabine, einem 112 oder einem 163 Zentimeter langen Schlafabteil ausgeliefert, das dann mit einem breiten Bett, Seitenfenstern, stehenden Stau- und Kühlschränken und einem Bedienteil an der Rückwand aufwarten kann.
Ein Truck-Cockpit wie eine Kommandozentrale
Auf dem optional beiheiz- und belüftbaren Massage-Fahrersitz wiederum fühlt man sich wie am Steuer einer Kommandozentrale: Die voluminöse Mittelkonsole mit Touchscreen, Klimaregelung und bis zu 28 Kippschaltern ist voll in Richtung Fahrer gedreht. Sie fährt gleich zwei Cupholder auf, eine induktive Ladeschale und USB- und 12-V-Stromanschlüsse. Hinter dem unten abgeflachten und weit verstellbaren Multifunktionslenkrad macht sich ein volldigitales Kombiinstrument breit, das Getriebe wird über den rechten Lenkstock angesteuert. Neben den optionalen Kameraspiegeln, die in den USA aus rechtlichen Gründen noch mit den üblichen konventionellen Außenspiegeln gekoppelt werden, gibt’s außerdem eine elektrische Parkbremse. Von gestern ist der Keystone mit diesem Paket also sicher nicht, ebenso wenig wie der neue Granite, der das Angebot als Fahrgestell für den Bau abrundet.
Granite: breiter und kürzer als der Vorgänger
Im Cockpit gleichen sich die Trucks wie eine Bulldogge der anderen, wobei Mack beim Granite die im Vergleich zum Vorgänger um knapp 23 Zentimeter breitere Kabine hervorhebt und die auf 2,88 Meter verkürzte Länge zwischen Stoßstange und Fahrerhausrückwand. Im Gegensatz zum Keystone ist der Granite dazu nur mit einer Tageskabine und dem 112-cm-Sleeper zu haben. Und: Es gibt ihn nicht nur mit dem MP13-Sechszylinder, sondern auch mit dem Cummins X10. Diesen 10-Liter-Reihensechszylinder koppelt Mack an eine Allison-Vollautomatik. Die Leistungswerte: zwischen 350 und 450 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 1.695 bis 2.240 Newtonmetern.







