Die schwachen Absatzzahlen von Daimler Truck und Traton für 2025 haben es schon erahnen lassen: Auch der Gewinn der Truck-Giganten ist deutlich zurückgegangen, ja regelrecht eingebrochen. Daimler Truck vermeldet ein Minus von sage und schreibe 34 Prozent. Das Konzernergebnis ist von rund 3,1 auf zwei Milliarden Euro gesunken. Der Umsatz ging um zehn Prozent auf 45,9 Milliarden Euro zurück, die Umsatzrendite schrumpf von 8,9 auf 7,8 Prozent.
Daimler Truck: ein "resilientes Konzernergebnis"
Daimler Truck sieht in diesen Zahlen wegen des anspruchsvollen Geschäftsumfelds mit rückläufigen Schlüsselmärkten aber ein "resilientes Konzernergebnis". In Nordamerika, dem schwierigsten Pflaster, erreichte der Lkw-Bauer demnach "trotz Gegenwind durch Zölle und einer schwachen Nachfrage" eine starke Profitabilität. Auch Mercedes-Benz Trucks trug dank höherer Absatzzahlen in Europa und der beschleunigten Umsetzung der Effizienzmaßnahmen des Kostensenkungsprogramms "Cost Down Europe" zu einer soliden Profitabilität bei, heißt es.
Prognose für 2026 verhalten optimistisch
Was die Prognose für 2026 angeht, gibt sich Daimler Truck verhalten optimistisch. Das Marktvolumen in Nordamerika und Europa sollte demnach nicht weiter zurückgehen, tendenziell eher wachsen. Entsprechend wird auch für die eigenen Marken ein kleines Absatzplus erwartet. Der Auftragseingang stimmt schonmal positiv: Er stieg in 2025 um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, im vierten Quartal fiel das Plus mit 13 Prozent besonders stark aus. Der Grund: eine gute Entwicklung bei Mercedes-Benz Trucks und die Erholung in Nordamerika. Daimler Truck schränkt aber ein: Die Prognose unterliege weiterhin makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen, insbesondere möglichen Auswirkungen der US-Handelspolitik. Sie berücksichtige dazu keine potenziellen Auswirkungen von Störungen der Lieferketten oder negativen makroökonomischen Folgen des Nahostkonflikts.
Auch bei Traton erholt sich der Auftragseingang
Ähnliches Bild bei Traton: Auch hier blickt man mit einem Zielkorridor von minus fünf bis plus sieben Prozent in Sachen Absatz verhalten positiv in die Zukunft, betont gleichzeitig aber, dass diese große Bandbreite den großen globalen Unsicherheiten geschuldet ist. Immerhin: Auch bei Traton ist der Auftragseingang 2025 gewachsen, um starke sieben Prozent international und noch stärkere 32 Prozent in Europa.
Traton-Ergebnis für 2025: minus 36 Prozent
Im Falle des bereinigten operativen Ergebnisses schlägt der Rückgang im Vergleich zu 2024 aber noch voll durch: 2,8 Milliarden Euro entsprechen hier einem Minus von gut 36 Prozent. Der Umsatz von Traton schrumpfte um sieben Prozent auf 44,1 Milliarden Euro, die Umsatzrendite pendelte sich bei im Vergleich zum Vorjahr schwachen 6,3 Prozent ein (2024: 9,2 Prozent).
Scania schwach auf hohem Niveau, International sackt ab
Einen starken Renditerückgang auf allerdings hohem Niveau hat Scania verkraften müssen: von 14,8 Prozent ging es auf 10,7 Prozent zurück. Belastend wirkten laut Traton der volumenbedingte Umsatzrückgang, negative Währungseffekte und Aufwendungen für den Aufbau des neuen chinesischen Produktionsstandorts. Katastrophenzahlen gibt es dazu bei International in Nordamerika zu verzeichnen: Absatz und Umsatz gingen stark zurück, die Rendite tendierte gegen Null (0,1 Prozent in 2025 nach 6,5 Prozent in 2024).
MAN und Volkswagen Truck & Bus bleiben standhaft
Bei MAN schrumpf die Umsatzrendite dank eines guten Absatzes dagegen nur leicht von 6,7 auf 6,4 Prozent. Volkswagen Truck & Bus musste ebenfalls nur wenig Abstriche machen, die Rendite reduzierte sich nur um 0,2 auf jetzt 11,7 Prozent.







