Erst vor wenigen Tagen hat die TII Group, hinter der sich Marken verstecken wie Scheuerle und Kamag, ihr zehnjähriges Bestehen in Indien gefeiert. Jetzt gibt es wieder Neuigkeiten von TII und wieder aus Indien: Die TII-Marke Kamag nämlich hat für ein indisches Stahlwerk ein Sonderfahrzeug sondergleichen gebaut, konkret einen XXL-Schlackenkübeltransporter. Sein Name: 2803-170 SPC (SPC für Slag Pot Carrier).
Starker Antrieb: Cat C15 und Allison-Vollautomatik
Der SPC für Indien ist mit einem Caterpillar C15 Reihensechszylinder-Dieselmotor ausgestattet, der aus 15,2 Litern Hubraum genau 548 PS schöpft. Die Kraftübertragung auf die Riesen-Räder erfolgt mittels einer Allison-Vollautomatik des Typen 4000 SP samt Drehmomentwandler und einem VG2600 DGS-Versatzgetriebe. Klar: Hier kommt es auf ein sanftes Anfahren und einen gleichmäßigen Vortrieb ohne Zugkraftunterbrechungen an, denn das Ladegut will mit Vorsicht bewegt werden und sollte in keinem Fall überschwappen – handelt es sich doch um Schlacke, die auch mal 1.500 Grad Celsius heiß sein kann.
Kamag SPC: 7,62 Meter breit und bis zu 266,5 Tonnen schwer
Trotz der gigantischen Abmessungen von 12,35 Meter in der Länge, 7,62 Meter in der Breite und 5,25 Meter in der Höhe bewegt sich der Kamag SPC also ganz sachte. Er selbst bringt es leer schließlich schon auf 96,5 und vollbeladen auf satte 266,5 Tonnen. 170 Tonnen Nutzlast für die Schlacke und den Kübel bis 55 Kubikmeter Volumen – ein starkes Stück. Die Geschwindigkeiten fallen entsprechend gemäßigt aus, maximal sind es 35 beziehungsweise 8 km/h (unbeladen/beladen).
U-Rahmen: Layout für einfaches Handling
Der Kamag 2803-170 SPC und alle weiteren Schlackenkübeltransporter werden in der Regel für den Transport der Schlacke von den Hochöfen zur Deponie eingesetzt. Dafür nutzen sie nicht selten einen U-Rahmen, mit dem die Schlackekübel schnell aufgenommen werden können und die Fahrzeuge nicht unnötig hoch ausfallen, was beispielsweise für das Durchfahren unter Hallentoren oder Rohrbrücken essenziell ist.
Fahrer-Arbeitsplatz: bestens geschützt mit Kamera-Überblick
Die Fahrer des Kamag SPC sitzen in einer gas- und staubdichten Kabine mit Klima, Multifunktionsdisplay und Rundum-Kamera. Ihr wahrlich verantwortungsvoller Job: Die Schlacke einerseits zügig abliefern, bevor sie erkaltet und den Kübel zerstört. Andererseits aber gerade beim Abkippen besonders behutsam steuern, dass die Schlacke gleichmäßig aus dem sich neigenden Kübel in das Schlackebecken fließt.
Teamleiter Birzele: Schlackenkübeltransporter ist XXL-Auto
"Durch die Vollautomatik sind unsere SPC sehr einfach zu bedienen, fast wie ein Auto. Von den Fahrern unserer Kunden hören wir immer wieder, dass sie sich mit dieser Technik wirklich sicher fühlen, trotz des großen Kübels voll glühend heißer Schlacke im Nacken, und dass ihnen das Fahren Spaß macht", erklärt Michael Birzele, Teamleiter der Business Unit Industry and Special Projects bei TII Kamag.







