Auch im Jahr 2026 wollen die litauische Großspedition Girteka und ihr ungarischer Mitbewerber Waberer’s gigantische Summen für neue Lkw ausgeben, wobei hier und da explizit von Flottenerneuerungen die Rede ist – und nicht von einer Erweiterung. Konkret hat Girteka laut eigener Angaben einen Finanzierungsvertrag über 74 Millionen Euro mit der AKA Bank aus Frankfurt am Main unterzeichnet, die Transaktion werde von der belgischen Exportkreditagentur ECA unterstützt.
Girteka: neue Vereinbarung mit günstigen Krediten
"Diese Vereinbarung ist ein strategischer Meilenstein für die Diversifizierung unserer Finanzierungskanäle und die Erhöhung des Anteils internationaler Finanzierungen im Konzern", so Vytenis Šuklys, CFO der Girteka-Gruppe. "Die ECA-Garantie ermöglicht günstige Kreditkonditionen, darunter wettbewerbsfähigere Preise als üblicherweise auf den lokalen Märkten. Dies stärkt unsere Kapitalstruktur und unterstützt nachhaltiges, langfristiges Wachstum."
1.200 neue Girteka-Lkw in 2026
Das frische Geld will Girteka zur Anschaffung von sage und schreibe 1.200 neuen Lkw nutzen. "Durch die kontinuierliche Erneuerung seiner Flotte stärkt Girteka seine Position als zuverlässiger Partner für zeitkritische, temperaturgeführte und hochwertige Güter in ganz Europa", heißt es seitens des Unternehmens.
Waberer’s plant mit 925 neuen Trucks
Die Investitionen von Waberer’s sollen sich wiederum auf circa 57 Millionen Euro belaufen, wobei die Ungarn keine Angaben machen über die Finanzierung. Damit will Waberer‘s insgesamt 925 Bestandsfahrzeuge durch Neuanschaffungen ersetzen. Ziel sei es, die Verfügbarkeit und den Kundenservice zu stärken. Gleichzeitig würden die neuen Lkw die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens unterstützen.
Truck&Trailer-Alter wird weiter reduziert
Das Durchschnittsalter der Lkw-Flotte von Waberer’s lag Ende 2025 laut eigener Angaben bei etwas über drei Jahren, in 2026 soll es mittels der Flottenerneuerung auf rund zwei Jahre zurückgehen. Parallel soll auch das Durchschnittsalter der Trailer, das Waberer’s nicht konkret benennt, bis Ende 2026 weiter sinken. Ebenso spannend: Die Flottenerneuerungsprogramme der Jahre 2022, 2023 und 2024 hat die Zahl der Pannen laut Waberer’s um 39,15 Prozent reduziert, die Reparaturkosten sanken um 42,56 Prozent von 1,35 Millionen Euro auf 776.000 Euro. In Sachen Alternative Antriebe ist die Rede von 30 Fahrzeugen, konkret Elektro- und LNG-Lkw. Dazu nutzt Waberer’s laut eigener Angaben für bestimmte internationale Projekte HVO100 statt fossilem Diesel.
Waberer’s nutzt auch zwei neue Elektro-Lokomotiven
Neben den neuen Lkw will die rumänische Waberer’s-Tochter PSP ab Herbst dieses Jahres zwei neue Güterzug-E-Lokomotiven vom Typ Lema Transmontana einsetzen. Diese könnten mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4.050 Tonnen fahren. Damit kann PSP laut Waberer’s mit einem Zug etwa 70 bis 90 Lkw ersetzen. Die PSP-Elektro-Lokomotiven können in Rumänien, Ungarn und der Slowakei eingesetzt werden und erweitern so das intermodale Dienstleistungsportfolio der Gruppe, heißt es.







