Fernfahrer in Saudi-Arabien: Alltag & Wüste

Lkw-Alltag in Saudi-Arabien
Könige der Wüste

In Saudi-Arabien führen Lkw-Fahrer ein hartes Dasein. Sie verdienen wenig, haben lange Arbeitstage, fahren alte Trucks und legen enorme Strecken durch oft sehr eintönige Landschaften zurück. Die Temperaturen sind hoch, Einrichtungen rar.

Nur für FF 4/26 lizensiert
Foto: Bert Mateboer

Stundenlang fahre ich auf dem Highway 15 von Riad zur jordanischen Grenze, einer endlos langen Straße durch einen Teil Saudi-Arabiens, der Empty Quarter genannt wird: leeres Gebiet. Hier wächst nichts und niemand lebt hier. Die Straße besteht aus einer breiten Asphaltdecke, die glücklicherweise in gutem Zustand ist. Gelegentlich warnt ein Schild vor überquerenden Kamelen. Die Luft flimmert vor Hitze.

Begegnung an der Raststätte

In der Nähe von Tabuk halte ich an einer Raststätte. Im Schatten ihrer Lastwagen sitzen einige Fahrer bei einer Tasse Tee. Sie sind syrischer Herkunft und ziemlich misstrauisch, aber als ich ein paar Fotos von ihren Lastwagen mache und Interesse zeige, werde ich zu einer Tasse Tee eingeladen. Die Kommunikation ist etwas schwierig, da keiner von ihnen Englisch spricht. Mit Händen und Füßen und der Hilfe von Google Translate wird es dennoch interessant.

Sie sind mit Maschinen unterwegs, die beim gigantischen Neom-Projekt an der Küste des Roten Meeres eingesetzt werden sollen. Dort soll eine brandneue Stadt entstehen, die 500 Meter hoch, 200 Meter breit und 170 Kilometer lang werden soll. Die Fahrer beschäftigen sich jedoch nicht mit der Frage, ob dies ein realistischer Plan ist. Doch es ist immer noch Wüste: Hier wächst kaum etwas und es leben fast keine Tiere und Menschen dort. Im Sommer kann die Temperatur bis zu 50 Grad erreichen. Dabei erfahre ich, dass hier, in dieser unwirtlichen Welt, auch noch fleißig an einem Skigebiet gearbeitet wird. Oben in den Tarawat-Bergen, wo es so gut wie nie schneit, werden Hotels gebaut und Skipisten angelegt, und es ist ein riesiger Stausee geplant, auf dem Eislaufwettbewerbe stattfinden sollen. So sollen 34 Kilometer Skipisten entstehen. 2028 sollen hier die Asiatischen Winterspiele stattfinden.

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